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ZUR INFORMATION
Diese Studie ist der Wiener Schule gewidmet.
Kein Begriff der Musikgeschichte ist seit dem Ende des zweiten Weltkrieges so häufig genannt worden, keine Idee der Tonkunst hat jemals in 80 kurzer Zeit eine Bedeutung erlangt, die im wahrsten Sinne des Wortes weltumspannend ist. Heute komponiert die gesamte junge Generation, in Amerika wie in Japan, in Island wie in Italien, auf serieller Grundlage; ^ das heißt: sie unterlegt dem rationalen Teil ihrer Arbeit ein „präformiei-tes' Tonmaterial, eine Tonreihe, deren verschiedene Dimensionen von vorneherein festgelegt sind, die aber dank diverser Permutationsverfahren in der vielfältigsten Weise variiert werden kann.
Alles, was heutzutage auf diesem Gebiet geschieht, ist im Stadium des Experiments begriffen. Es steht noch keineswegs fest, wohin diese Kompositionsmethode führen wird, ja es steht noch nicht einmal fest, ob im Rahmen dieser Technik jene Genialität möglich ist, die bisher stets noch den dauernden Erfolg einer Kunst bestimmt hat. Fest steht jedoch der Ausgangspunkt dieser umwälzenden Erneuerung. Ohne die Musik, die Arnold Schönberg, Alban Berg und Anton Webern geschaffen haben, ohne deren technischen und gedanklichen Inhalt, wäre es nie zu der heutigen Entwicklung gekommen. Ob man sie nun begrüßt, oder verurteilt, — ihre Existenz läßt sich nicht leugnen.
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