Bővebb ismertető
ZUM GELEIT
Friedrich Engel-Janosi, der am 18. Februar 1973 sein 80. Lebensjahr vollendete, spürt seit Jahrzehnten dem nach, was er mit einem Wort des jungen Ranke „die Mär der Weltgeschichte" zu nennen pflegt. Auf der Suche nach einer „Geschichte hinter aller Geschichte", wie er selbst einmal sagt, ist Friedrich Engel-Janosi anderen begegnet, Historikern, Geschichtsdenkern, die dem gleichen Ziele zustrebten. Einer von diesen, der von Engel-Janosi besonders geliebte Giambattista Vico, hat von der Suche nach einer „storia ideale eterna" gesprochen, die „durch alle besonderen Nationalgeschichten hindurchführen" würde.
Damit sind die beiden, miteinander verbundenen, Bereiche angesprochen, die im Mittelpunkt des vorliegenden Bandes stehen: Historiographie und Geschichtsdenken. Immer wieder hat sich | Friedrich Engel-Janosi mit der Geschichte der Geschichtsschreibung, vornehmlich des 18., des 19. und des 20. Jahrhunderts befaßt. Immer wieder hat er sich aber auch besonders mit jenem Geschichtsdenken befaßt, das, im Spannungsfeld von Nationalgeschichte und Universalgeschichte stehend, danach strebte, zu umfassenden, die Weltgeschichte begreifenden Perspektiven vorzudringen.
Ohne Zweifel haben die Lebensschicksale Friedrich Engel-Janosis das Ihre dazu beigetragen, die Weite weltgeschichtlicher Perspektiven in die persönliche Erfahrung des Historikers einzubringen. Auf die Gastprofessur in Italien folgte 1939 die Emigration zunächst nach England und dann in die Vereinigten Staaten von Amerika. Friedrich Engel-Janosi hat damit an einer der bedeutendsten Wanderungsbewegungen der Geschichte teilgenommen, wie Henri Peyre die „intellektuelle Emigration" der dreißiger Jahre von Europa nach Amerika genannt hat.
Während der zwei Jahrzehnte seiner Wirksamkeit jenseits des Atlantischen Ozeans hat Engel-Janosi den amerikanischen Hörern und Lesern eine Einführung in wichtige Kapitel der europäisdien Historiographie zu geben vermocht. 1945 veröifent-