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KAPITEL 1GegenwartEs war noch nicht mal acht Uhr am Morgen, und schon klingelte das Telefon. Selbst bei geschlossener Badezimmertür und laufender Dusche konnte sie den markanten Drei-Glocken-Klingelton erkennen, der ein eingehendes Ferngespräch ankündigte. Sie beschloss, ihn zu ignorieren, weil es wahrscheinlich sowieso nur ein Telefonverkäufer oder die Presse war. Beide Alternativen waren widerwärtig, aber wenn sie die Wahl hätte, würde Caroline sich für den Telefonverkäufer entscheiden. Telefonverkäufer waren bloß auf ihr Geld aus. Die Presse wollte ihr Blut. Auch nach all der Zeit noch.Fünfzehn Jahre morgen.Sie hielt den Kopf unter den heißen Strahl und spürte, wie der Schaum des Shampoos über ihre geschlossenen Augen und Wangen floss. Das konnte nicht stimmen. Wie konnten fünfzehn Jahre endloser Tage und schlafloser Nächte so schnell vergangen sein? Sie hätte gedacht, dass wenigstens die öffentliche Neugier inzwischen abgeflaut wäre. Aber wenn überhaupt, war dieses Interesse mit jedem weiteren Jahrestag eher noch größer geworden. Seit Wochen riefen Reporter an, manche aus so weit entfernten Ländern wie Australien und Japan: Wie war ihr Leben heute? Gab es irgendwelche neuen Spuren?7