Bővebb ismertető
VORWORTObwohl sich die abendländische Wissenschaft seit einhundertfünfzig Jahren um die Erforschung der Philosophie der Inder bemüht, haben bisher nur wenige Denker des Westens den metaphysischen Systemen des Gangeslandes gebührende Aufmerksamkeit geschenkt. Dies hat seinen Grund zum Teil darin, daß viele von ihnen auch heute noch unbewußt dem Einfluß des mittelalterlichen Weltbildes unterliegen, für welches die um den Mittelmeerraum erwachsene Kultur das Maß der Dinge darstellt und das geistige Leben des südlichen und östlichen Asien diesem nicht gleichwertig und deshalb nur von vorwiegend ethnographischem Interesse ist. Teilweise mag es aber auch daran liegen, daß die vortrefflichen Arbeiten über indische Philosophie, die wir in unserer Sprache besitzen, mehr oder weniger indologische Kenntnisse voraussetzen und deshalb nicht in dem Umfange im Kreise philosophisch Interessierter Verbreitung gefunden haben, die ihrer Bedeutung nach zu wünschen gewesen wäre. Ich glaube deshalb einem Bedürfnis zu entsprechen, wenn ich in dem vorliegenden Werke ein elementares Einführungsbuch vorlege, das jeden philosophisch Gebildeten in den Stand setzen soll, ein Bild vom Werden und Wesen des metaphysischen Denkens der Hindus, Jainas und Buddhisten zu gewinnen und das ihn mit dem notwendigen Rüstzeug versieht, um Spezialarbeiten oder Übersetzungen indischer Werke studieren zu können. Ich habe deshalb in der Einleitung und in den Schlußkapiteln das Verhältnis der indischen und abendländischen Philosophie zu einander von den verschiedensten Gesichtspunkten aus behandelt, in der Erwägung, daß es immer empfehlens-