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»Die Augen sind überhaupt nidit zu vergleidien, Miss Ann. Sdiauen Sie mal genau hin. Sie sind ziemlich ge-wöhnlidi. Warten Sie, ich bringe Ihnen einen Handspiegel.«
Rhoda lehnte die gefaltete Zeitung mit der darin abgebildeten Fotografie direkt vor mir gegen die Tasse, aus der ich meinen Kaffee nach dem Lunch getrunken hatte. In ihrer unverhohlenen, unschuldigen Erregung, die ihren ganzen, zweihundert Pfund schweren Körper erzittern ließ, riß sie eine alte Wunde mit einer Zielsidierheit auf, als hätten ihre plumpen gutmütigen Finger die Narbe entdeckt und sich hineingebohrt.
Es kam vollkommen unerwartet. Ich hatte einen ar-beitsreidien Vormittag hinter mir und war nodi völlig von den Nöten und Sorgen meiner Patienten erfüllt, so daß ich an mein eigenes Leben überhaupt nicht gedacht hatte. Rhoda hatte mich einfach überrumpelt.
»Nein, danke«, erwiderte ich höflich und hoffte, daß ich bei dem plötzlichen Schmerz nicht blaß geworden war. Ich kannte Rhoda und nahm mich ganz automatisch zusammen, denn ich wußte, daß sie mich genau beobachten würde, um herauszubekommen, ob ich meine unglückliche Liebe vergessen hatte oder nicht. Rhoda gehörte zu den Frauen, die schon zwei Tage nach der Aussaat den Boden aufkratzen, um nachzusehen, ob die Samen aufgegangen sind. »Ich habe meine Augen heute früh betrachtet«, meinte ich. »Wieder blutunterlaufen. Woran mag das liegen?«
Es war mir geglückt, sie abzulenken. Die Knöpfe an
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