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Peter Hebel - Die Nacht, als Aphrodite starb [antikvár]

Die Nacht, als Aphrodite starb [antikvár]

Peter Hebel

 
Peter MattekDer Mann für SonderfälleDie Nacht, als Aphrodite starbvon Peter HebelDaß es Jeffery Thompson plötzlich heiß wurde, hatte mit Karin Pirrot, die neben ihm in dem kleinen MG Metro saß, nichts zu tun. Obgleich sie die Knopfleiste seines Hemdes geöffnet hatte und ihre schmale Hand sich unter den Stoff schob, während ihre Lippen feucht an seinem Hals entlangstrichen.Das hatte mit dem Mann zu tun, der vor ihm im gleißenden Scheinwerferlicht auftauchte. Breitbeinig stand er auf der Straße und visierte den MG Metro über das...
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Peter MattekDer Mann für SonderfälleDie Nacht, als Aphrodite starbvon Peter HebelDaß es Jeffery Thompson plötzlich heiß wurde, hatte mit Karin Pirrot, die neben ihm in dem kleinen MG Metro saß, nichts zu tun. Obgleich sie die Knopfleiste seines Hemdes geöffnet hatte und ihre schmale Hand sich unter den Stoff schob, während ihre Lippen feucht an seinem Hals entlangstrichen.Das hatte mit dem Mann zu tun, der vor ihm im gleißenden Scheinwerferlicht auftauchte. Breitbeinig stand er auf der Straße und visierte den MG Metro über das aufgeklappte Visier einer Bazooka an.Es war ein großer, bulliger Typ. Er trug Jeans und Turnschuhe. Der weiße Blouson stand offen. Darunter war das schwarze T-Shirt mit weißem Aufdruck zu sehen. Obgleich das Licht ihn blendete, blinzelte er nicht mal mit den Augen.Thompsons Gedanken rasten, während die deutsche Blondine neben ihm von dem drohenden Unheil gar nichts bemerkt hatte. Sie hatte die Augen geschlossen. Ihre Lippen suchten sich eine andere Stelle an seinem Hals, und die schmale Hand unter seinem Hemd rutschte tiefer, zum Gürtel der Hose hinab . . .Jeffery Thompson, Lieutenant einer englischen Einheit auf Zypern, kannte sie seit drei Tagen, die wie in einem Rausch verstrichen waren. Er konnte sich an keinen Moment erinnern, in dem sie nicht an ihm herumgefummelt und ihm damit begreiflich gemacht hatte, daß sie auf die Mittelmeerinsel gekommen war, um sich mal richtig auszuleben. Natürlich hatte es ihm gefallen, aber jetzt, mit dem Bazooka-Mann, der vor ihm auf der Straße aufgetaucht war, war die scharfe Deutsche neben ihm eine Belastung.Lieutenant Thompson bremste leicht. Sein Blick strich rechts und links der Straße in unübersichtliches Gebiet. Links war nichts zu sehen als Steine, Geröll und etwas Vegetation. Rechts, zum Meer hin hoben sich gegen die hellere Wasserfront bizarr die Umrisse von Hotelneubauten aus der Dunkelheit. Für die Touristen, die immer mehr wurden, so daß Paphos beinahe aus den Fugen platzte.Zur rechten Seite hin gab es auch den Graben. Etwas mehr als einen Meter tief, schätzte der britische Lieutenant, dessen Garnison in Paramali stationiert war. Obgleich es verboten war, hatte er zwei Waffen im Wagenversteckt. Eine 38er Automatic im Handschuhfach und eine Walther P8 unter der Fußmatte zwischen den Sitzen. Wenn er den MG Metro in den Graben lenkte, nachdem er sich eine der Waffen gegriffen hatte, wenn es ihm gelang, den Wagen schnell genug zu verlassen und Deckung zu beziehen, hatte er eine reelle Chance, den großen, wuchtigen Mann mit der Bazooka auszuschalten.Wenn er alleine gewesen wäre. Mit der blonden Deutschen an seiner Seite hatte er jedoch nicht den Hauch einer Chance. Oder besser gesagt, sie hatte nicht den Hauch einer Chance. Für seine eigene Sicherheit, für sein eigenes Leben hätte er Karin Pirrot opfern müssen.Die Gedanken schössen Jeffery Thompson durch den Kopf. Seine Hände krallten sich um das Lenkrad. So hart, daß die Knöchel seiner Handgelenke weiß hervortraten. Er stand schon im Begriff, das Steuer mit einem harten Ruck nach rechts zu reißen und die Deckung des Grabens anzusteuern, als hinter ihm die Scheinwerfer anderer Wagen aufflammten. Fahrzeuge, die bislang im Schutz dunkler Feldwege gestanden hatten, die rechts und links von der .Hauptstraße nach Chlor-akas abzweigten und denen er keine Beachtung geschenkt hatte. Wie denn auch mit einer Frau wie der blonden Deutschen an der Seite, die ihn mit Händen und Lippen so sehr in Spannung hielt, daß er sich auf nichts anderes mehr konzentrieren konnte?Der Schweiß brach Thompson aus allen Poren gleichzeitig, rarm in klebrigen Tropfen über sein schmales Gesicht.Es war sinnlos. Er hatte gar keine Chance. Nicht mal alleine. Wütend trat er die Bremse. Karin Pirrot wurde nach vorn geschleudert. Sie konnte im

Termékadatok

Cím: Die Nacht, als Aphrodite starb [antikvár]
Szerző: Peter Hebel
Kiadó: Bastei-Verlag
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 160 mm x 230 mm
Peter Hebel művei
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