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Der kleine Preßkopf
Es lebten einmal weit hinter den Bergen und jenseits des großen Meeres ein armer Mann und seine Frau. Sie hatten drei Töchter und ein Ferkel. Als dieses tüchtig gemästet oder, wie sie sagten, so richtig rausgefüttert war, daß es den Speck zwei Finger dick auf dem Rük-ken trug, schlachteten sie es. Das Fleisch wurde in den Rauchfang gehangen, den Preßkopf aber befestigten sie am Sparren auf dem Boden. Doch was ist schon das Fleisch eines kleinen Ferkels für fünf Menschen? Nicht mehr als eine Erdbeere. Bauch, Rücken und Kopf waren schon aufgegessen, da bekam die Mutter Appetit auf den Preßkopf. Sie sagte zur ältesten Tochter:
„Lauf auf den Boden, liebe Tochter, und hol den Preßkopf, wir wollen ihn kochen."
Sogleich ging das Mädchen auf den Boden. Doch als sie den Preßkopf vom Sparren lösen wollte, sagte er:
„Hamm, ich verschlinge dich!"
Und er sagte es nicht zum Spaß, sondern verschlang das Mädchen tatsächlich.
Unten warteten die anderen, ob das Mädchen endlich mit dem Preßkopf kam. Doch es kam nicht. Da sagte die Frau zu der zweiten Tochter:
„Lauf hurtig rauf zu deiner Schwester und sag ihr, sie solle endlich den Preßkopf bringen!"
Das andere Mädchen ging also ebenfalls hinauf, blickte sich auf dem Boden um, sah die Schwester aber nirgends. Da trat sie zu dem Sparren, um den Preßkopf herunterzunehmen. Doch wieder sprach dieser: