Bővebb ismertető
/
Sie hätte es wissen müssen, war Inas erster Gedanke, als Caroline heulend vor ihr stand. Sie kniete sich hin und nahm ihre kleine Tochter in die Arme. »Sie haben mich weggeschickt«, schluchzte Caroline, und die Tränen stürzten über ihre Wangen. »Einfach weggeschickt!« Die Enttäuschung schüttelte den kleinen Körper, und Ina spürte ein Gefühl aufsteigen, das ihr den Brustkorb zusammenschnürte und einen dumpfen Ton im Kopf erzeugte.
»Sei nicht traurig«, beherrschte sie sich tröstend zu sagen. »Sie haben vielleicht nicht richtig verstanden, was du wolltest!«
»Sie haben genau richtig verstanden, was ich wollte«, wehrte Caroline ab und stemmte sich leicht aus der Umarmung, um ihrer Mutter ins Gesicht sehen zu können. »Sie sind einfach nur böse. Richtig böse!«
Dabei schien es vor einer Stunde noch ein richtig schöner Tag zu werden. Ganz gegen ihre Gewohnheit, am Sonntag gemütlich auszuschlafen, war Caroline früh aus dem Bett geschlüpft, hatte sich ihr schönstes Sommerkleid angezogen, die langen Haare selbst gebürstet, die Zähne geschrubbt und sich anschließend in bester Festtagslaune ihrer Mutter präsentiert. Ina rekelte sich schläfrig im Bett, warf den ersten Blick auf ihre Tochter und den zweiten auf die Uhr. »Was ist denn jetzt los?«
»Mutti, ich helfe Nancy beim Servieren. Herr Adelmann hat doch heute Geburtstag, das schafft sie nicht alleine mit all den Gästen. Gibst du mir dein größtes und schönstes Tablett mit?«
Gemeinsam hatten sie ein passendes Tablett ausgesucht, dann begleitete Ina ihre sechsjährige Tochter zur Haustür, wünschte
7