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Der Schnee
In alten Zeiten hat der Schnee gar keine Farbe gehabt und hat so gern eine Farbe haben wollen. Da geht er hin und bittet das Gras, es soll ihm seine Farbe geben. Das Gras lacht ihn aber höhnisdi aus und sagt, er soll man weitergehen.
Da geht er hin und bittet das Veilchen, das soll ihm seine Farbe geben. Das Veilchen lacht ihn auch aus und sagt: »Geh man weiter.« Da bittet er die Rose. Die Rose will aber auch nicht. Da geht er die Reihe herum zu allen anderen Blumen, aber die wollen nichts von ihm wissen und lachen ihn alle was aus. Zuletzt kommt er zu dem Schneeglödichen. Das Schneeglöckchen will erst auch nicht. Da wird der Schnee ganz traurig und sagt: »Dann geht mir das ja geradeso wie dem Wind. Der hat auch keine Farbe und brüllt und bläst bloß. Den kann auch niemand sehen.« Da erbarmt sich das Schneeglöckchen und gibt ihm seine Farbe. So ist der Schnee weiß geworden.
Seither ist der Schnee all den anderen Blumen gram und läßt sie erfrieren. Bloß das Schneeglöckchen, das friert nie, das schont der Schnee.