Bővebb ismertető
Vorwort
Tiere im Käfig, im Gatter, im Gehege, im Zoo sind jahrzehntelang eigentlich als normal und problemlos angesehen worden. Zweifel und Einwände gab es nur, wenn die hygienischen Verhältnisse, die Nahrungsversorgung und schließlich die direkte Behandlung der Tiere durch Menschen augenfällige Miß-stände anzeigten. U
Die ökonomische Ausnutzung und Ausbeutung von Haus- | .,> tieren unter zunehmend profitorientierten und immer mehr i-' i
abfallenden ethischen Gesichtspunkten bei der Massentier- f .'» haltung riefen die entschiedene Opposition von Tier-, Natur-und Umweltschützern hervor. ^ ^
Eine ebenso drastische Entwicklung vollzieht sich inzwi- f ^ sehen in der Beurteilung der Notwendigkeit der Käfigung der !
Nicht-Haustiere, also der mehr oder weniger direkt aus dem Freiland stammenden und allen Artenschutz-Abkommen zum Trotz weltweit nachgelieferten Tiere. Die Befürworter der „Wild-tier"haltung haben die früheren Argumente oder besser die ihrem Tierverständnis wie selbstverständlich innewohnenden Motive,nämlich: Belehrung,Freude, Erbauung, Erholung durch Tiere.starkin den Hintergrund gerücktStattdessen greifen die ' beiden Hauptexponenten der Wildtierkäfigung, die Zoos bzw. > Tiergärten, und die nahezu unübersehbare Schar privater Tier- '; , halter in ihren Verbänden auf das eigens erfundene Argument: 1' ;
Tiererhaltung = Artenschutz durch Käfigung zurück. Mit die- f. sem Argument, den weltweiten Artenrückgang per Nachzuch- r, ten und Aussetzung gezüchteter Nachkommen oder wenig- ? stens durch „Arche-Noah-Inseln" (Arche-Noah-Käfigen) zu stoppen oder zu bekämpfen, soll möglichen politischen und rechtlichen Eingriffen und Verboten vorgebeugt werden. Diese zeichnen sich immer mehr und deutlicher ab. Sie ließen sich aber eigentlich schon mit dem bestehenden rechtlichen v'
Instrumentarium durchsetzen (s. SOJKA in diesem Band).
Das Wiesbadener Artenschutz-Symposium (1988), veran- !
staltet von den maßgebenden deutschen ümweltschutzver-bänden, lenkt in einer Reihe von beispielhaften Fachbeiträgen auf die immensen Schwierigkeiten hin, für die sogenannte Rote-Liste-Arten irgendwo auf der Welt in einem Käfig und wieder aus einem Käfig heraus eine „Arche Noah" des Uber-und Weiterlebens zu simulieren.
Wie die Sachuntersuchungen im vorliegenden Symposiumsbericht zeigen, gibt es selbst für die idealistischste Form