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Vorwort
Es ist ein Geheimnis um das Wort Gottes. Der Herr seihst hat in verschiedenen Gleichnissen darauf hingewiesen. Es steht nicht ohne Beziehung zu dieser Welt und nicht ohne Zusammenhang mit den Menschen, an die es ergangen und für die es gesprochen ist. Es ist ein »gutes Wort« und eine »gute Nachricht«. So mußten die Menschen, die es aufgenommen haben, erfahren. Ob es auch für uns eine »gute Nachricht« ist?
Weil die Bibel das Wort Gottes enthält oder es ist, hat sie etwas vom Geheimnis Gottes an sich. Wer einmal angefangen hat, sich ernstlich mit ihr zu beschäftigen, den läßt sie nicht mehr los. Sie enthüllt immer wieder neue Schönheiten und — neue Schwierigkeiten. Beiden nachzugehen lockt und reizt uns. Wir erfahren, was Gott den Menschen aufgetragen, was er ihnen verheißen und was er ihnen zugemutet hat. Wer dem Wort Gottes nachgeht - und Gottes Wort ist immer auch Tat -, der wird einen anderen Gott finden, als er sich ihn erträumt oder erdacht hat, einen anderen Gott als den der Philosophen. Er wird einen Gott finden, der lebt, dessen Tun sich nicht berechnen läßt, dessen Handeln immer Überraschung ist, einen Gott, dessen Ferne seine unvorstellbare Nähe ist. Eben darin ist die Bibel eine »gute Nachricht« für die Menschen. Was sie sagt und fordert, führt über den Menschen hinaus in ein lichtes Dunkel hinein, das voller Leben und Liebe ist.
Es ist ein langer Weg, den wir da durch ein paar Jahrtausende hindurch verfolgen können. Literaturbetrachtung, Archäologie, Geschichte, vergleichende