Bővebb ismertető
Religionen von heute Von Paul Hutchinson In der Welt von heute gibt es viele Religionen; den entscheidenden Einfiufi aber üben schon rein zahlenmáfiig die sechs aus, die in diesem Buche behandelt werden: Hinduismus, Buddhismus, Chinesischer Universismus (mit Konfuzianismus und Taoismus), Islam, Judentum und Christentum. Zwischen ihnen gibt es viele Berührungspunkte, aber auch viele - manchmal unüberbrückbare - Unterschiede. Doch habén alle diese Religionen Antworten auf die grófién Fragen gefunden, die jedes Menschen Geist bewegen, wenn er sich mit dem Mysterium des Lebens auseinandersetzt. Sie alle geben Kraft im Daseinskampf, sie alle erhellen des Menschen Lebenspfad und befáhigen ihn,.gefafit dem Tode entgegenzutreten. Das geschieht freilich mit unterschiedlicher Überzeugungskraft, und da der Schreiber dieser Zeilen ein Christ ist, will und kann er nicht verhehlen, dafi seiner Meinung nach das Christentum die gröfite Überzeugungskraft besitzt. Aber auch die anderen Religionen habén die Gebete der Gláubigen nicht ohne Echo verhallen lassen. Hátten sie das getan, waren sie keine lebendigen Religionen mehr. So verdienen sie, dafi wir uns um ihr Verstándnis bemühen und uns mit ihnen auseinandersetzen. Da wir ichbezogen sind, neigen wir dazu, die ungewöhnlichen Seiten anderer Religionen und Riten zu bespötteln. Worte wie »Heide«, »Abgötterei«, »Aberglaube« werden háufig benutzt, um andere Glaubensrichtüngen herabzusetzen oder veráchtlich zu machen. Dabei sollte doch jeder Mensch in dem Augenblick, in dem er die Knie vor seinem Gott beugt, unserer Achtung sicher sein. Wir können zwar meinen, dafi in seiner Glaubensauffassung wertvolle, ja wesentliche Elemente fehlen. Die Formen, in denen der andere seine Anbetung vollzieht, mögen uns bizarr, manchmal sogar abstofiend scheinen. Aber im Augenblick des Gebets ist jeder Mensch so gut, wie er nur irgend sein kann. Wenn wir so weise waren, wie wir uns dünken, würden wir danach trachten, ihn dann, gerade dann, zu verstehen. Dieses Buch ist ein Versuch, solches zu fördern. Dabei wollen wir so behutsam vorgehen wie irgend möglich. Denn wir wissen sehr wohl, dafi man, wenn der Begriff »Buddhismus« auftaucht, sofort fragen kann: Welcher Buddhismus? Hinajana, Mahajana oder tibetanischer Lamaismus? Meinen wir unter »Judentum« den traditionsgebundenen Glauben der Orthodoxen oder die modernen Anschauungen der Reformgemeinden Amerikás? Und was die »Christenheit« angeht - kann man aufrichtig so sprechen, als ob die katholische, die ortho-