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Sie fror.
Der Tag hatte zwar ganz vielversprechend mit sanftem Schneefall begonnen, aber seit der Mittagszeit hatte der starke Wind vom Meer den Niederschlag in einen peitschenden Regen verwandelt. Er ging durch Mark und Bein, ließ die Ladenbesitzer unten im Hafen eine Stunde früher als üblich schließen, und in Zimmermanns Kneipe wurden dreimal so viele Grogs serviert wie an einem normalen Dezembertag.
Der Friedhof lag obendrein nach Südwesten hin. An einem leicht hügeligen, baumlosen Abhang, Wind und Wetter vollkommen ausgeliefert. Als die kleine Gruppe endlich das frisch ausgehobene, lehmige Grab erreichte, gingen der Frau sonderbare Gedanken durch den Kopf.
Dort unten war es jedenfalls windgeschützt. Zumindest konnten einem im Grab der Wind und der verfluchte Regen nichts mehr anhaben. Alles hatte seine guten Seiten.
Der Pfarrer näselte, und der Totengräber - oder wie sollte sie ihn sonst nennen - kämpfte mit dem Regenschirm. Er versuchte, damit den Schwarzrock und sich selbst zu schützen, aber die Böen waren launisch und wechselten die Richtung von einer Sekunde zur anderen. Die Träger drückten ihre Absätze in den weichen Lehm und setzten den Sarg ab. Ihr Blumenstrauß auf dem Deckel sah schon jetzt demoliert aus. Wie ein Bund Suppengrün, das zu lange gekocht worden war. Einer der Männer schwankte, fand die Balance aber wieder. Der
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