Bővebb ismertető
ERSTES KAPITEL iLnbfpiel
Soldaten freuen sidi selten laut und vernehmlich, außer, wenn sie plötzlich auf Urlaub oder eine Dienstreise geschickt werden. Massenfreuden uniformierter Männer äußern sich in allen Heeren der Christenheit halblaut, durch ein langhingezogen ausgestoßenes „Määänscii!" und einen Schlag auf die Schulter des Nachbarn, und dann werden Schnäpse hinabgekippt, soweit die Kantine über solche verfügt oder sie im Frontunterstand aufbewahren ließ. Aber die stumme Freude läuft nachhaltig, allmählich anwachsend, zu beiden Seiten der Ostfront, vom Baltischen Meer bis zur Donaumündung und noch weiter hinunter die Flußtäler und Meeresküsten hin, bis sie am Suezkanal in der Wüste erstirbt, weil sidi der Sand recht widerwillig bewegt und in Afrika deutsche Truppen nur noch in Waldgebieten durcihhalten.
Ende November 1917: die Welt hält den Atem an. Sie breitet sidi voller Sciinee rund um das Städtchen Merwinsk, Hügel und Straßen versciiwimmen ineinander, satt weiß. Krähen und Kiefern zeichnen ihre feinen schwarzen Umrisse zwiscJien die blendende Fläche der Erde und das stumpf graue, immer wieder herabrieselnde Gezelt des Himmels. Bäche werden Hohlwege. Der litauisciie Marktflecken kuschelt sich in seine Mulde am Hügelabhang wie ein Eidihörnchen in sein Nest und läßt busdiige Rauchfahnen über die Dächer wehen. Aber nicht des Winters wegen hält die Welt den Atem an. Zwölftausend Winter sind gleich diesem über die Erdkugel hingezogen seit den großen Rückmärschen der Gletscher als Schlußparade der letzten Eiszeit. Was wäre Neues daran, daß die Blätter dieses Sommers