Bővebb ismertető
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Der Eichenwald begann im Westen, hinter der Grenze dessen, was selbst an einem klaren Tag mit bloßem Auge zu sehen war, und streckte sich in einer weit geschwungenen Kurve bis hin zu der dünnen blauen Linie des Meeres, während er im Süden von den bronze- und kupfergedeckten Dächern der Hauptstadt des Reiches begrenzt wurde. Im Osten schließlich erstreckte er sich bis zum Horizont und damit dem Sonnenaufgang entgegen, der an diesem Morgen besonders schön zu werden versprach. Es begann bereits hell zu werden, aber die Sonne selbst war noch nicht zu sehen; nur ihre Vorboten, die das nächtliche Schwarz des Himmels bereits in ein mattes Grau verwandelt hatten und sich nun anschickten, erste Spuren von Gold und Rot in dieses Grau hineinzuweben. Das Licht, das sich über den Wald ergoß, tastete über Wellen und Täler eines grünen Meeres, und da der Sonnenaufgang wie immer zu dieser Jahreszeit nicht nur ganz besonders beeindruckend, sondern auch außergewöhnhch schnell war, wanderte die Grenze grüngefleckter Helligkeit rasch auf den Hügel zu, auf dessen Kuppe die beiden Reiter warteten. Es sah nicht nur so aus, als leuchte der gesamte, riesige Wald in einem verzauberten, inneren Licht, sondern als bewege er sich, als wäre er tatsächlich nicht nur die Heimat einer Vielzahl sonderbarer, geheimnisvoller Lebewesen, sondern selbst etwas Lebendiges, Großes, das in seiner Gänze viel mehr ausmachte als die Summe seiner einzelnen Teile.
Oberst Kraftstein zog den Kragen seines viel zu dünnen Sommermantels enger zusammen und unterdrückte ein Frösteln. Jedes Mal, wenn er sich hier oben befand, kam ihm erneut die Größe und ganz eigene Schönheit dieses Waldes zu Bewußtsein, der nicht nur die westhche Grenze des Reiches markierte, sondern auch - und vielleicht vor allem - das unvorstellbare .A/ier dieses Ortes. Kraftstein war kein Romanti-