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Erstes KapitelAn jenem feuchten Novembernachmittag war es einzig die Holbein-Miniatur gewesen, weldie die Händler in Ver-nons Kunstauktion gelockt hatte, denn nichts sonst, was zum Verkauf stand, war auch nur annähernd gleich wertvoll und wichtig. Die Miniatur, die von der Familie Kneller aus Wroxon Abbey ganz unerwartet zum Verkauf angeboten worden war, war unter dem Namen Die Dame mit den Nelken weithin berühmt und stellte ein ebenso erlesenes wie interessantes Kunstwerk dar. In seinem Gegenstand einem Miniaturporträt der Mademoiselle de Quercy, Tochter des französisdien Gesandten am Hofe Heinrichs VHI. und in seinem Datum um 1532, kurz nach Holbeins Rückkehr von Basel nach London vereinigte es die glücklichste Manier und die fruchtbarste Schaffenszeit des Meisters.Die lange Auktionsgalerie war gedrängt voll, als um punkt halb fünf Uhr die Miniatur an die Reihe kam. Die Angebote begannen mit freundlich-spöttischer Höflichkeit bei zweitausend Guineen, schnellten jedoch rasch auf fünftausend empor; dann setzte eine Stockung ein, wonach sie auf siebentausend kletterten und wiederum zögerten. Endlich stieg mit jenem Wechselrhythmus, der anzeigte, daß die Gebote nur noch von zwei mächtigen Bewerbern weitergetrieben wurden, die Summe auf neuntausendvierhundert Guineen. An diesem Punkt kam sie zu einem Stillstand.Neuntausendvierhundert Guineen!Der Auktionator, der mit verbindlicher Wachsamkeit auf seinem rotgestrichenen Podium thronte, das Haar pemlich gescheitelt, die Perle sauber im schwarzen Seidenschlips,