Bővebb ismertető
In Analogie zu zahlreichen anderen bei Tier und Mensch auftretenden psychischen Erscheinungen wird man auch hier - bei der vergleichenden Betrachtung der Angst - von vornherein erwarten dürfen, daB wir einfachere, weniger differenzierte Verháltnisse beim Tier antreffen. Aus einer verháltnismáBig einfachen Wurzel im Tierreich entwickeln sich áuBerst komplizierte Verástelungen des Verhaltens beim Menschen. So ist es für den Tierpsychologen bereits nicht immer leicht, eine klare Trennung von Angst und Furcht durchzuführen, wenn man unter Angst - im Gegensatz zur stets objektbezogenen Furcht - eine objektfreie, mehr allgemeine, diffuse Reaktion oder Stimmung versteht. Im Tierreich habén wir es vorwiegend, unter normalen Umstánden fast ausschlieBlich mit Furcht zu tun, vor allém ausgelöst durch die drohende Annáherung von Feinden. Wenn Feinde aber dauernd und überall drohen, wie das in der freien Natúr sozusagen die Regei ist, kann die Furcht so umfassend, so allgemein, allbeherrschend werden, daB es wie gesagt schwerfállt, zu einer klaren Trennung zwischen Furcht und Angst zu gelangen. Erst recht wird es schwierig, das Phánomen der Angst feiner zu unterteilen, etwa in Vitalangst, Realangst, Gewissensangst usw., obgleich es bei den höchst entwickelten Tieren nicht durchweg an Vergleichbarem fehlt, selbst nicht an einer Art Gewissensangst. - 7