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Eines Tages sprang ich in den Icalten Rliein
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Man sagt, über dem Niederrhein liege ein mystisches Licht. So ein Dunst, zart bläulich, und der Nebel leuchte von innen her, sogar an einem Herbsttag wie diesem, aus dem der Himmel alle Farben sog, als seien sie Gift. Der Horizont, die Rheinwiesen, die Frachtkähne auf dem Fluss - alles schwamm in diesem milchigen Antüicht. Die hohe Brücke stromabwärts war eine vage Idee im Dunst, die Stadt am anderen Ufer eine Bleistiftskizze aus einem vergessenen Buch.
Ich war wohl eingedöst. Ich schlug die Augen auf Ich saß am Ufer kurz vor Holland, bei Rheinkilometer 852, auf einem Stein und sah dem Fluss zu und den Kähnen, die vorüberzogen, lang und flach in dichter Folge, schon den ganzen Tag saß ich hier und wartete auf mein Zeichen - dass der Konvoi endlich riss. Es war der erste Tag meiner Reise.
Ich war aUein in den Wiesen, nur ein paar Kühe standen da. Die mutigste entfernte sich jetzt von den anderen, um aus dem Rhein zu saufen. Er ließ sie gewähren. Er verlor das Interesse an den Dingen an seinem Ufer, er strömte seiner Auflösung entgegen und wurde darüber weit wie ein See.
Endlich - der Konvoi riss. Kein Schiff mehr nach diesem. Meine Lücke war da, groß genug, um nicht fürchten zu müssen, unter den nächsten Kahn gepflügt zu werden, der unweigerlich kommen würde. Zwanzig Minuten gab mir der Rhein, vielleicht etwas mehr.
Ich zog mich hastig aus, Hemd, Hose, Schuhe, und als ich über Kies und Muschelbruch lief, sah ich im Augenwinkel, wie die Kuh, die aus dem Rhein getrunken hatte, erschreckt auf-
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