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GÉZA HAMBUCH:Wie weiter?In der Tat: Wie weiter? Wie weiter mit uns als deutsche Minderheit in Ungarn?Viele, immer mehr Ungarndeut-sche stellen sich diese Frage. Auch anderen. Besonders Verantwortli-chen. Und andere fragen uns nach unserer Zukunft.Wieso denn? Wissen wir etwa nicht, was wir als Volksgruppe wol-len? Kennen wir denn unsere eige-nen Ziele nicht? Oder den Weg, der uns hinführen soll?Die Fragen meine ich ent-springen vor allém unserem Werde-gang: schweren Heimsuchungen ge-nauso wie neuen Hoífnungen. Si-cherlich auch den Wandlungen in Osteuropa, wo die Minderheiten-probleme merklich in den Brenn-punkt des Interesses gerückt sind. Wir wissen: Unsere vielleicht am wenigsten. Leider oder Gott sei Dank?Eingefleischte IrrtümerViele unserer Mitbürger wollen können unsere Probleme ein-fach nicht begreifen. Sie sind bis heute eingelullt ím Glauben, Ungarn betreibe eine beispielhafte Min-derheitenpolitik. Da hat die Propaganda jahrzehntelang tatsáchlich Hervorragendes" geleistet. Habén wir ihr mit Erfolg entgegenwirkenkönnen? Mitnichten. Alle Versuchedie hartnáckigen wie die vagensind letztlich gescheitert, habén bestenfalls irritiert. Es war ein Kat-ze-Maus-Verháltnis.Eingefleischte Irrtümer habén es eben so an sich. Sie sind záh wie Schuhleder. Die werden wir noch oft und lange zu spüren kriegen.Gleichzeitig erieben wir auch ei-nen merklich um sich greifenden Nationalismus. Der scheint noch immer nicht genügend Unheil ange-richtet zu habén. Unsere Volksgruppe braucht ihn nicht und will ihn auch nicht. Er bringt auch anderen keinen Segen. Was wir und andere hingegen brauchen: gegenseitíges Verstándnis, Vertrauen, Duldsam-keit dem Anderssein gegenüber, er-sprieBliche, gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit. Gemeinplátze? Jawohl. Jedoch wie gemein, so wahr sind sie.Eine neue Lage ist durch die Wie-dervereinigung Deutschlands ent-standen. Nicht nur für das Deutsch-tum. Sie ebnet einem Európa den Weg, von dem viele Millionen tráu-men. Das kann muB uns doch auch als deutsche Volksgruppe in Ungarn mit Zuversicht erfüllen. Ein einheitliches Deutschland wird trotz groBer Probleme früher oder spáter den deutschen Minderheiten so auch uns kráftiger unter die Ar-me greifen können. Deutschland ge-nieBt weltweit zunehmendes Anse-hen. Das erleichtert es uns erheblich, uns wer es will frei zum Deutschtum zu bekennen.Nicht wenige habén uns freilich schon abgeschrieben oder láuten ge-