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Vorwort
Der Krieg ist verloren, das Dritte Reich, das nach dem Willen seiner Erfinder tausend Jahre währen sollte, steht unmittelbar vor dem Zusammenbruch. Berlin, die Reichshauptstadt, ist durch alliierte Bomberangriffe so zerstört, dass die Berliner ihre Stadt spöttisch als »Reichsscheiterhaufen« bezeichnen. Der Mann, dem das alles zu verdanken ist, Adolf Hitler, hat sich in den Führerbunker unter seiner zerbombten Reichskanzlei zurückgezogen. Es ist eine Flucht unter die Erde, eine Flucht in die künftige Grabkammer. Hitler weiß seit langem, dass der Krieg, den er angezettelt hat, verloren ist und dass er bald sterben muss. Und doch hofft er bis zur letzten Minute auf das Wunder, die große Wende des Krieges, die sein Leben noch retten könnte. Jeden Tag, den er noch lebt und um den er seinen Selbstmord hinauszögert, bezahlen Tausende Soldaten und Zivilisten mit ihrem Leben.
Der Führer des Deutschen Reiches ist am Ende seines Lebens nur noch ein Schatten früherer Tage. Auf dem Höhepunkt seiner Macht hatte er mit nahezu hypnotischer Überzeugungskraft große Menschenansammlungen in seinen Bann schlagen und auf sich einschwören können. Jetzt lösen seine letzten Ansprachen bei seinen Zuhörern zumeist Ungläubigkeit, Niedergeschlagenheit und im Einzelfall hysterische Zusammenbrüche aus. Es ist nicht lange her, dass Hitler als mächtigster Mann Europas aus seiner gigantischen Berliner Reichskanzlei nach der Weltherrschaft griff. Jetzt haben ihn seine militärischen Gegner gezwungen, sich in winzige, feuchte Bunkerzellen unter der schwer zerstörten Reichskanzlei zu verkriechen. Noch vor wenigen Jahren schien seine persönliche Ausstrahlung vielen, die ihm begegneten, unwiderstehlich. Jetzt lösen seine trüben Augen, sein greisenhaftes Aussehen und das beständige, heftige Zittern seines linken Armes bei seinen Besuchern nur noch blankes Entsetzen aus.
In den letzten Tagen vor seinem Tod verblasst die von Hitler und der nationalsozialistischen Propaganda geschaffene Figur des »Führers« unaufhaltsam, und der Mensch Hider tritt zu Tage. Ein Egomane, in