Bővebb ismertető
Der Thüringer Wald ist eine anmutige und heitere Landschaft. Seine Berge sind behäbig, seine Täler weit und licht. Der Wald hält den empfindsamen Gemütern ein Füllhorn mit stimmungsvollen Bildern bereit. Wer wachen Sinnes den Kammweg entlangwandert, wird immer wieder überrascht: Da steht er plötzlich auf einer Anhöhe, zu seinen Füßen schwingt sich in scheinbar unendlichen Wellen das Bergland zum Horizont hin. In seidiger Bläue verschmilzt die Erde fern mit dem Himmel. Am Fuße der Berge findet der Wanderer manche Quelle, sieht er das Wasser munter durch Wiesengründe tänzeln, hört er das lustige Lied der Bergbäche. Er freut sich über die Blütenfülle der Waldwiesen und lauscht den Melodien der gefiederten Sänger. Und dem Geduldigen werden sich das schüchterne Reh und der stolze Hirsch nicht auf die Dauer verbergen können. Wetm der Nebel im Walde schwebt, wenn Wassertropfen in den Spinnweben perlen, die sich kühn von Baum zu Baum spatmen, dann glaubt man Märchen- und Fabelgestalten leibhaftig vor sich zu sehen. Doch wenn die Sonne durchbricht, wenn das Mückengebrumm wieder erwacht, die Käfer über das Heidelbeerkraut hasten, das Moos mit leisem Glucksen die letzten Tropfen schlürft - dann findet der Wanderer etwas von der stillen Größe der Natur. Und auch der Winter gewährt jene köstliche Erbauung, derer die Menschen unserer Tage nach Wochen und Monaten angespannter Arbeit so dringend bedürfen.
Der Wald ist unerschöpflich reich. Die Natur ist dem Menschen zugetan. Sie lädt ihn ein, ihre Vielfalt anzuschauen und zu nutzen. Und schon vor mehr als einem Jahrtausend begaimen die Siedler - vom Norden wie vom Süden kommend -, in die Gebirgstäler vorzudringen und sich an den klaren Quellwässern niederzulassen. Franken und Thüringer waren es, die sich auf dem Walde begegneten und verbanden. Sie fanden reichliche Vorräte an Holz und obendrein Erze, vor allem Eisenerze. Die Lager waren fündig genug, das mittelalterliche