Bővebb ismertető
Vorwort
Gestützt auf 140jáhrige Erfahrung in der Herausgabe volkstümlicher Nach-schlagewerke, stellt der Verlag seinen Sachwörterbüchern, die unter dem Namen „Konversations-Lexikon" oder kurz „Brockhaus" bekannt sind, diea neuartige Wörterbueh der deutschen Sprache an die Seite. Er nennt es „Sprach-Brockhaus" und „Deutsches Bildwörterbueh". Es geht dreifach neue Wege.
Neuartig ist zunáchst der Inhalt: zum erstenmal bringt der Sprach-Brockhaus das gesamte heutige Deutsch, Schrift- und Umgangssprache, Berufs- und Sondersprachen, die Neubildungen der letzten Jahrzehnte, eine umfassende Auswahl aus den Mundarten.
Aufgenommen sind alle Stammwörter und alle wichtigeren Neubildungen, nicht aber einfache Zusammensetzungen, die in vielen Wörterbüchern ganze Spalten füllen, obwohl sie sich aus ihren Teüwörtern leicht erkláren; ebenso-wenig die Unzahl regelmafiiger Ableitungen, wie sie das Deutsche táglich neu bilden kann. Dafür wurde dem Jungbrunnen unserer Muttersprache, den Mundarten, liebevolle Beachtung zuteil; dasselbe gilt für die oft vernachlássigte „Zwischenschicht" zwischen Mundart und gehobener Umgangssprache.
Mit den Sachwörterbüchern will dies Werk nicht in Wettbewerb treten, doch durften der Vollstándigkeit halber geláufige Fachwörter der Wissenschaften ebensowenig fehlen wie die Vornamen und eine kleine Auswahl von Stádte- und Lándernamen.
Der Wortgehalt wird durch Sinnverwandte (Synonyme) oder durch eine Abbildung veranschaulicht oder aber kurz erklárt; die Mitwirkung der Schrift-leitung des „Grófién Brockhaus" bietet Gewáhr für sachliche Zulánglichkeit dieser Erklárungen (Definitionen).
Der Wortgebrauch wird durch kennzeichnende Beispiele verdeutlicht.
Neuartig ist ferner die Anlage: zum erstenmal bringt dies Wörterbueh Rechtschreibe-, Verdeutschungs-, Sprachrichtigkeits-, Stíl- und Herkunftsbuch mit in dem gleichen Abc.
Die praktische, volkstümliche Anlage zeigt sich in den sprachkundlichen Angaben. Es heifit nicht: „Adler, m", sondern „der Adler", nicht „ansehen", „zielendes Zeitwort, trennbar", oder gar „transitives Verbum, trennbares Kom-positum", sondern: „ich sehe ihn an", und so in allén Zweigen der Sprachlehre. Grundlegend neu ist auch die Menge solcher Hinweise beim einzelnen Stichwort: Rechtschreibung, Betonung, Aussprache, Geschlecht, Mehrzahl, Beugung, Ab-wandlung, unregelmáfiige Steigerung, abhángiger Fali.
Die Hauptregeln der Rechtschreibung, Zeichensetzung, Formen- und Satz-lehre finden sich auf das Abc verteilt in Übersichten, die auf Seite 6 aufgezáhlt sind.
Die knappén Herkunftsangaben sind für Laien bestimmt; áltere Wort-formen und fremdsprachige Herkunftswörter werden angeführt, wenn man sie ohne Fachkenntnisse verstehen kann. An die Stelle trockener Zahlenangaben für das Altér der Wörter tritt lebensvolle Beziehung auf die deutsche Geistes-geschichte, z. B. „Lutherzeit", „Goethezeit" (vgl. Übersicht W 21, Seite 772).