Bővebb ismertető
Alles ist aus dem Wasser entsprungen!
Alles wird durch das Wasser erhalten!
Ozean, gönn' uns dein ewiges Walten.
1. Einleitung
Wenn wir die Vögel am Meeresstrand mit den Augen des Badegastes betrachten, dann müssen wir feststellen: Der Seeregenpfeifer ist einer der „Stillen im Lande". Er drängt sich uns keinesfalls auf wie etwa das laute Möwenvolk, das meist schon im Festlandshafen futterheischend das Bäderschiff umfliegt. Ja, der kaum lerchengroße Vogel fällt nicht einmal unter dem oft nach Tausenden zählenden Gewimmel der Strandläufer im Wattenmeer besonders auf.
An seinem Brutplatz aber, vorwiegend auf küstennahen Inseln, kann man den Seeregenpfeifer gar nicht übersehen: Flink wie eine Maus „rollt" er am Strand dahin, verharrt plötzlich einen Augenblick und rennt schon im nächsten Moment wieder — als sei er aufgezogen — weiter. Das geht so schnell, daß unser Auge die einzelnen Beinbewegungen gar nicht mehr zu unterscheiden vermag. Doch kennen ihn nur wenige Menschen näher. Und fragt der aus dem Binnenland kommende Badegast etwa einen Einheimischen nach dem Namen dieses Vogels, dann mag ihm leicht die lakonische Antwort zuteil werden: „Dat? — o, dat sind Strandlöpers oder Wattfinken!" Unter diesen Namen nämlich fassen die Bewohner an der deutschen Nordseeküste und auf den Inseln oftmals all das kleine Vogelvolk zusammen, das meist in großen Schwärmen die Watten bevölkert. Wer aber etwas mehr Glück hat und jemand trifft, der mit den Lebensgewohnheiten der Strandvögel vertraut ist, der mag gut zuhören, was es Wissenswertes zu berichten gibt. Es lohnt sich!
Gewiß, der Seeregenpfeifer fällt bei weitem nicht so sehr ins Auge wie etwa der „Charaktervogel der Nordsee", die Silbermöwe (Goethe 1956), doch ist auch er hier zu Hause. Sein Name deutet schon darauf hin. Auch zeigt seine Lebensweise einige auffallende Merkmale, die ihn von seinen im Binnenland brütenden Verwandten deutlich unterscheiden. So ist er z. B. nur an salzhaltigen Gewässern als Brutvogel zu finden. Diese und viele andere interessante Besonderheiten ließen ihn für den Ornithologen zu einem hervorragenden Studienobjekt werden.
Aber auch für den Niditfachmann, vor allem für den erholung-suchenden Badegast ist es gewiß eine Freude, dem munteren Treiben dieser lebhaften Vögel zuzuschauen. Schon Naumann (1834) schreibt
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