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Vorbemerkung
Dreizehn deutschsprachige Autoren - neun von ihnen leben in Westdeutschland und Westberlin, die anderen in England, Italien und der Schweiz - sind in diesem Band um eine literarische Be-wáltigung der Vergangenheit bemüht. Die Bedrohung der menschlidien Existenz durch den Faschismus provozierte sie, Schriftsteller verschiedener weltanschaulicher Haltung, zum Schreiben - ausgehend von einer allén gemeinsamen humanisti-schen Grundposition, schöpfend aus den Traditionen realistischer deutscher Prosa.
Im Mittelpunkt eines Teils dieser Arbeiten steht die Darstel-lung der jüdischen Opfer des Faschismus. Ob wie bei Albrecht Goes und Marié Luise Kaschnitz aus religiöser Sicht gestaltet oder wie bei Jakov Lind geprágt von einer an Menschenverach-tung grenzenden Bitterkeit, immer dominiert die Tragik mensch-lichen Schicksals. Verfolgte und Helfer müssen die Sinnlosigkeit ihrer Aktionén erfahren. Nur bei Thomas Valentin ist in einer Nebenfigur der wegen seiner politischen Gesinnung Verfolgte erfafít. Hier fand menschliche Gröíte, die sich im Handeln be-wáhrt und etwas erreiáot, ihre Gestalt, es fehlen gewisse Züge der Resignation, die den anderen Arbeiten zum Teil eigen sind.
Verbleiben Schriftsteller wie Goes, Fröhlich, Kaschnitz, Lind, Schnell, Valentin, Weyrauch im Bereich menschlicher Bewáhrung oder menschlichen Versagens wáhrend der Zeit des Faschismus, so gehen andere den Spuren nach, die aus der Vergangenheit in die westdeutsche Gegenwart führen. Erwin Baar, Ingeborg Bach-