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1.
Weil sie es nicht anders von mir erwarten, halte ich meine Augen geschlossen, wenn Sam imd der Doktor das Zimmer betreten. Mit geschlossenen Augen kann ich außerdem besser denken. Ich werde mir des seltsam ausgewaschenen Gefühls in meinem Kopf bewußt. Ein Bewußtsein, das einfach höllisch ist und mir Gewohntes raubt, denn ich habe so lange schon in der Hölle gelebt, so lange schon zwanzig lahre. Zwanzig lahre sind so oder so ein Stück Leben, und wenn der Körper noch jung ist imd danach schreit, leben zu dürfen, darm dehnen sich zwanzig lahre zu einer Ewigkeit.
Ich war erst sechzehn, als ich erkannte, daß auch Priester rücht alles wissen. Man kommt nicht in die Hölle, weil man sündigt, sondern weil man liebt. Und da braucht man nicht erst darauf zu warten, daß man stirbt, um dem Teufel zu begegnen - o nein, der kann dein Nachbar sein. Das hätte ich wissen sollen. Oder sollte ich lieber sagen, ich lebte Tür an Tür mit dem Bösen, statt mit dem Teufel? Denn der Teufel, der arme Kerl, ist genausowenig durch und durch schlecht, wie ich es bin. Er ist Träger des Bösen, so wie die Leinwand Träger des Films ist, etwas, was man kennengelernt haben muß, um zu den wirklichen Dingen vorzustoßen Sechzehn und zwanzig machen sechsunddreißig. So alt bin ich.
»Warum halten Sie eine Besserung für fraglich?«
Das ist Sams Stimme, rauh, freundlich. Sie dringt unter die Bettdecke und liebkost meinen Körper, tröstend, wie immer tröstend freundlicher, lieber, lieber Sam. Sam, der ganz aus Liebe und Opferbereitschaft besteht.
Der Doktor glaubt wohl, er wisse alles. Das glauben die Arzte immer. Er macht sich nicht einmal die Mühe, zu