Bővebb ismertető
1 ZwiehelwetterEine Wegstunde von Zerbst entfernt, an einem weidenumstandenen Teich, lag der Gasthof >VogeIherd<. Die Büsche und Hecken hinter dem Tanzsaal und den Ställen wucherten mit Rosen, Schlehen, Flieder und wildem Hopfen weit ins Land hinaus, und die Wiesen schäumten mit Klee und Margueriten bis an den frischen Strich zurück, den der Mäher durch die Sauergräser zog.Zweihundert Jahre zuvor hatte das Gelände noch die >Schwei-neweide< geheißen, weil die Nuthe dort von einem Torfstrich in den anderen gesickert war. Die anhaltischen Flüsse hatten es schwer, in die breite Elbe zu münden, die sich selber unter dem Druck der böhmischen und sächsischen Gewässer durch die Ebene schob und nie ihr Maul aufriß, sondern die Mulde, die Saale und die Nuthe nur mit halben Lippen verschluckte. Die Zuchthäusler des Zerbster Fürsten hatten die Nuthe später ins Bett gebracht und gestaut, und die herzoglichen Vogelfänger hatten Schnepfen, Lerchen und Ammern an die Schloßküche geliefert, bis das Anwesen in den Besitz eines Goldmanufaktu-riers übergegangen war, der es mit Hilfe von Lusthäusern, überdachten Laubgängen, Tee- und Damenzimmern, einem künstlichen See, einer venezianischen Gondel und einem Roulette-Turm zum Paradies für preußische und russische Intendantur-Offiziere umbaute, die bei ihm Epauletten, Tressen, Quasten und Troddeln kauften.Als der >Vogelherd< an die Familie Sintenis kam, wurde er ein Gasthof, aber blieb ein Zaubergarten. Wenn am Spielplatz die Schaukel knarrte und quietschte, verwandelte er ihr Geräusch in zwei Pirole, einen lockenden und einen singenden, und sogar Dr. Sellmann, der Filialdirektor der >Saxonia<-Bank war ein