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Der siebente Juli des Jahres 1865 begann mit einem blütenhellen Sommermorgen. Die weißen Spitzen der Walliser Hochalpen ragten in wolkenlosen, schwarzblauen Himmel. Drei Männer gingen schweigend den Paß weg hinab, der vom Val Cornere nach Breuil führt. Der mit den längsten Schritten war auf den ersten Blick ein Engländer. Er trug hellgraue Hosen, die in Staub und Sonne weiß aussahen und weithin leuchteten. Darüber hatte er einen vorn zugeknöpften, kurzen, blauen Rode aus einem nur in England webbaren Stoff. Sein Hals lag frei; der Saum eines wollenen Hemdes schaute vorn aus dem tiefen Ausschnitt des blauen Rodces hervor. An einem Lederriemen hing eine Mappe mit Karten und wis-sensdiaftlichen Instrumenten. Der Rock war so gut und fest, daß der reibende, unter der Last tief einschneidende Riemen nirgends auch nur ein Fältchen fertigbrachte. Seine Rechte stak, so weit es ging, in der Hosentasche. Mit der Linken hielt er den Eispidsel, und zwar von oben angefaßt, wie einen leichten Krückstock. Der Handteller lag auf dem Pickeleisen; mit den weit nach unten hinabgreifenden Fingern lenkte er den Holzschaft. Ohne daß er besonders darauf zu achten schien, tastete die Stahlspitze über jede Unebenheit des Weges und stützte die etwas längeren Schritte behutsam ab, und zwar nach innen, nicht das Gleichgewicht gefährdend nach außen.