Bővebb ismertető
Dieses Buch ist weder eine Enzyklopädie noch ein umfassendes Fachbuch eher das CJcgcn-teil: eine geraffte, individuell pointierte Darstellung, von der ich ebenso objektiv wie subjektiv — glaube, daß sie geeignet sein könnte, einem großen Kreis Interessierter einen ersten Gesamteindruck über die nordamerikanischen Indianer zu verschafren. Die Fülle des historischen Materials und der begrenzte Rahmen eines Buchs zwingen zu Slrall'ung und Kürze.
Zu meinem ersten Versuch, ein Thema der amerikanischen Pioniergeschichte (Der Cowboy — Legende und Wirklichkeit von A—Z, 1972) lexikalisch übersichtlich zu erfassen (auf 416 Druckseiten), haben im Lauf von zwei Jahren allein die deutschsprachigen Cowboy-l-'reun-de »dringend notwendige« Ergänzungswünsche geäußert, die — würde man sie berücksichtigen — einen Umfang von mindestens 22 000 Druckseiten ausmachten. Indianer-Fans aber sind noch erheblich zahlreicher. Sic betreiben ihr Hobby mit Akribie. Ihren Ansprüchen gerecht zu werden, würde bedeuten, daß man eine umfangreiche Enzyklopädie herausgeben müßte. Da aber die erklärte Aufgabe der Indianer-Experten auch darin besteht, dem Gegenstand ihres Hobbys verstärktes Allgemeininteresse zu verschaffen, mag die manchmal straffe Behandlung eines Themas und die Nichtbeachtung des einen oder anderen Details sie nicht verstimmen.
Es wurde wenig Wert auf Jahreszahlen gelegt, die wenig dazu beitragen, das Verständnis für historische Entwicklungsabläufe zu fördern. Das Hauptaugenmerk ist auf die Endphasc des Zusammenpralls zwischen Weißen und Indianern gerichtet. In diesem Zeitraum zwischen 1850 und 1900 setzte eine unvermeidbar-endgültige Entwicklung ein, die in Gegenwart und Zukunft fortwirkt.
Da sich innerhalb der vollkommen individualisierten indianischen Rasse nahezu alles jenem Begriff »Standard« entzieht, wie wir ihn kennen, auf die Darstellung einer ungewöhnlich hohen. iiidi\iduellen \ ielfalt im Detail aber verzichtet werden muß, erweckten Erklärungen und Betonungen bestimmter Häufigkeiten oft Standard Vorstellungen im Leser, so, als ob das Beschriebene allein und einzig dem jeweiligen Stichwort und seiner Bedeutung zugeordnet werden könnte. Das ist aber nicht der Fall. Was zum Beispiel an einem «Sioux-Bogen" als typisch gegenüber einem »Crow«- oder ».Apachen"-Bogen dargestellt ist. bedeutet ganz und gar nicht, daß nicht die Crows oder Sioux auch «Apachen-typische« Techniken angewandt hätten. Hierbei ist lediglich, um der Übersichtlichkeit und N'ersländlichkcil willen. Häufigeres als unausgesprochen Typisches erwähnt.
Die innerhalb unseres Begriffsvermögens gebräuchlichen Standardvorslellungen von zum Beispiel »Besitz und Eigentum«, »Blutsverwandtschaft«, »Ehe«. »Familie«. »Gut und Böse«. "Qan«. »Volkssiamm«. »Volk« und »Sprachverwandtschaft«, die unwillkürlich auf ganz