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Aberglaube
Stets liegt, wo das Banner der Wahrheit wallt, der Aberglaube im Hinterhalt.
August von Platen, Die neuen Propheten
Der Aberglaube trauet den Sinnen bald zu viel, bald zu wenig.
Gotthold Ephraim Lessing, Das Testament Johannes
Der Aberglaube gehört zum Wesen des Menschen
und flüchtet sich, wenn man ihn ganz und gar zu verdrängen denkt,
in die wunderlichsten Ecken und Winkel,
von wo er auf einmal,
wenn er einigermaßen sicher zu sein glaubt, wieder hervortritt.
Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre II, Betrachtungen im Sinne der Wanderer
Der Aberglaube gemeiner Leute rührt von ihrem frühen und allzu eifrigen Unterricht in der Religion her.
Georg Christoph Lichtenberg, Allerhand
Alter
Findet sich bei Greisen wirklich Weisheit, und ist langes Leben schon Einsicht?
Bibel, Ijob 12,12
Das Leben wird gegen Abend, wie die Träume gegen Morgen, immer klarer.
Karl Julius Weber, Demokritos