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GRABRÄUBER VOR 3300 JAHREN
Von dichtem Nebel ist verborgen, was auf Ägyptens Boden einst geschah.
Wohl sind bekannt die Namen vieler Pharaonen, die vor
Jahrtausenden im Land am Nil geherrscht.
Und manche ihrer Taten berichten sie durch Hieroglyphen,
gemeißelt in den Stein der Tempel und der Gräber.
Auch aus Papyrusrollen, morsch vor Alter, hat uns der
Forschergeist so manches Rätselhafte klar gedeutet.
Soll ich jedoch erzählen, was vor Zeiten im Grab des
Königs Tut-anch-Amon sich begab, muß ich die Augen
schließen.
Und nun erst lichten sich die Nebel.
Es zeigt die Phantasie mir jene Räuber, die des Nachts das Pharaonengrab durchwühlten.
Ich hör' sie reden, belausch' ihr frevelhaftes Tun und kann euch nun berichten---
Menapthe, der Steinmetz, fürchtete sich. Soeben hatte ein Schakal geheult. Menapthe schlich als letzter in der Reihe der Diebsgenossen durch das nachtfinstere Tal der Königsgräber. Sein Rücken war ungeschützt. Es schauerte ihn, wenn er sich vorstellte, daß aus dem Dunkel der Wächter der Toten, Gott Anubis, ihn anspringen könnte. Menapthe war Zeuge gewesen, als die Priester das aus Holz geschnitzte Standbild dieses Gottes zur Grabstätte des Pharaos Tut-anch-Amon trugen. Es zeigte Anubis in Hundegestalt