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Der zweiteTeildes„Gitarrenlehrer" weist dem Schüler den Weg zur Erwerbung höherer gitarristischer Spielkunst, die aber nur bei einigem Talent, ständiger Übung und mit einem leicht spielbaren, klangvollen Instrument eigene Befriedigung und Wirkung nach außen erhält. Wer schon vom ersten Teil des „Gitarrenlehrer" die richtige Haltung der Gitarre erhielt und sich eine ungezwungene Stellung und Bewegung der linken Hand aneignete, dem wird die Übertragung grifftechnischer Vorgänge der ersten und zweiten Lage in andere Lagen verständlich und leicht werden.
Griffmäßig besteht ja zwisdien den einzelnen Lagen durdi Transposition gar kein Unterschied, denn Tonleitern, Melodiefolgen, Akkordgriffe und Akkordverbindungen ohne Leersaiten wiederholen sidi technisch gleich — wenn auch harmonisch verschieden. Da sich das Lagenspiel vielfadi nur durch das Quergreifen
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(Barré) erfolgreich verwirklichen läßt, muß diese wichtigste Grifftechnik—als einzigstes Mittel, die Gitarre harmonisch für alle Tonarten auszunutzen — vorzugsweise studiert werden. Dem Barrespiel nadigesagte Schwierigkeit gibt es nicht, wenn ein gutes Griffbrett und nie. drigste „Darm"-Saitenlage den Bemühungen des Spielers entgegenkommt.
Die im vorliegenden Schulwerk für beide Hände not wendigen SpezialÜbungen und Spielstücjce sind so gewählt, daß sich ein Spieler mit gutem Platz, und Formengedächtnis sehr bald den ganzen Spielraum des Griffbrettes erarbeitet. Werden dazu nodi alle Bezeiciinungen für Fingersätze, Ansdilag, Lagen und Barréspiel sowie sonstige Anmerkungen genau beachtet, dann gibt es bei entsprechendem Fleiß kein Hindernis auf dem Wege zu wirksamer Gitarremusik aller Zeitepociien.
Walter Götze
20. Auflage © Pro música Verlag Leipzig 1955 Lizenz-Nr. 496-230/D 510/84 Printed in the German Democratic Republic Druck: Offizin Andersen Nexö, Graphischer Großbetrieb, Leipzig III/18/38 PMV 1" 00300