Bővebb ismertető
einleitung
Der Gardasee, bei dem es sich um
den antiken Benacosee handelt, ist
ein Schmuckstück der italienischen
Naturlandschaft und beliebtes Ur-
laubsziel. Vor allem aber hinterläßt
dieser reizvolle Ort mit seiner viel-
seitigen Natur und seinen schönen
Uferstädtchen beim Besucher unwi-
derbringliche Eindrücke. Die Natur
spiegelt sich in der tiefblauen Was-
seroberfläche wieder und findet in
dem intensiven Grün der Mittel-
meervegetation, in den ausgedehn-
ten Weinbergen und Zitronenplanta-
gen, in ihrem besonders milden Kli-
ma, in den anmutigen Windungen
des Seeufers und in deren Kontrast
zum Gebirge und den Felsenwän-
den noch stärkeren Ausdruck. Der
Reiz dieser Welt wird durch die Un-
menge an Seeortschaften mit ihrer
eigenen Geschichte, mit ihren eige-
nen Monumenten, mit ihren maleri-
schen Winkeln und oft auch mit de-
ren antiken Festungen noch ver-
stärkt, die zum Schutz der Vorgebir-
ge und Städtchen dienten. Weite
Horizonte spiegeln sich im See, wir-
ken dadurch noch endloser und
scheinen noch intensiverer Farbtöne
anzunehmen. Das Seebecken wird
als ein Ableger des Mittelmeeres
betrachtet, der vom mächtigen Al-
pengebiet eingeschlossen wurde.
Der Dichter Virgil bezeichnete den
Gardasee als "Meeressee". Dieser
See von einzigartiger Schönheit gilt
vor allem landschaftlich gesehen als
überaus bedeutendes Naturgebiet,
und zwar sowohl was die Geologie,
als auch was die Flora und Fauna be-
trifft. Die Ortschaften rund um den
Gardasee wurden bereits in der An-
tike von Schriftstellern bewundernd
beschrieben und vor allem von
Goethe besungen. Der romantische
Dichter reiste ja auf der Suche nach
den eindrucksvollsten Ecken durch
ganz Italien. Dies trug dazu bei, daß
der außerordentlich große Reiz die-
ser Gegend den nationalen und in-
ternationalen Tourismus stark ankur-
belte und so zahlreiche, sehr gut
ausgestattete Badeorte mit den zu-
gehörigen Straßenanlagen, Hotels,
Campingplätzen, Feriendörfern und
Sportanlagen entstehen konnten.
Geographische Angaben
Zwischen der Lombardei, dem Ve-
neto und dem Trentino gelegen ist
der Gardasee der größte see der
Apenninenhalbinsel, ein kostbares
Juwel der Voralpenlandschaft. Er
wird von den Wassern zahlreicher
Zuflüsse gespeist, der wichtigste da-
von ist der Sarca, der zwischen Tor-
bole und Riva einmündet und bei
Peschiera mit der geänderten Be-
zeichnung Mincio weiterfließt.
Dieser 370 km2 große Wasserspiegel
nimmt eine riesige langgestreckte
Vertiefung ein, die im Süden zwi-
schen dem Golf von Peschiera und
dem von Desenzano mit der schma-
len Halbinsel von Sirmione dazwi-
schen, seine größte Breite von etwa
17 km erreicht und dann gegen Nor-
den immer schmäler wird, um an der
äußersten, nur 3 - 4 km breiten Spit-
ze nahezu den Aspekt eines Fjords
anzunehmen, mit überaus hohen
Steilküsten, die mehrere hundert
Meter hoch aufragen und einen ge-
waltigen, schaurigen Gegensatz zu
der sonst lieblichen Küstenland-
schaft darstellen. Die Ufer verlaufen
fast auf ihrer ganzen Länge zwischen
zwei Gebirgszügen: im Osten befin-
det sich der irgendwie einförmige
Monte Baldo, felsig und unzugäng-
lich und nur zuunterst auf den Hän-
gen mit Wein- und Olivengärten be-
deckt; im Westen der abwechslungs-
reichere, bewegtere Gebirgszug von
Tremalzo-Caplone-Pizzocolo, der ge-
gen Norden immer mehr ansteigt
und hohe Dolomitenwände aufzu-