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Caroline Dikson benutzte ihren Wagen selten. Wenn sie hinter dem Steuer saß, war es ihr oft, als strömte die Erinnerung aus Ritzen und Nähten und kröche sengend unter ihre Haut. Schweiß brach aus den Poren, er sickerte über die Stirn und trübte die randlosen Brillengläser. Die Ohren vernahmen nicht das Hupen und Klingeln ringsum. Die Muscheln waren wie verstopft. Und im Gehirn, dieser grauen und weißen Masse mit ihren lächerlichen dreizehnhundert Gramm Gewicht, vollzog sich etwas Geheimnisvolles, trat ein rätselhafter Mechanismus in Kraft, der Caroline Dikson nicht den Straßenlärm hören ließ, sondern peitschende Schüsse, das Krachen von Holz und Blech, das Splittern von Glas.Und das, obwohl . Jahre vergangen waren seit jenem Kampf auf Leben und Tod. Nicht Jahre schlechthin, gleichmäßig, monoton, wie sie vielleicht die Frau dort mit dem Einkaufsnetz erlebte oder der Beamte im U-Bahn-Schacht, von dem Mrs. Dikson jetzt ihren Fahrschein entgegennahm. Caroline Diksons Jahre zählten anders, sie begannen nicht einfach mit null und lagen nun bei vierzig. Es gab Einschnitte in ihrem Leben, tiefe und scharfe Kerben, die Gewesenes hinwegwischten, es aufsaugten, wie Löschpapier Tintenspritzer aufsaugt und nichts übrigläßt als blasse, verschwommene Flecke.Weniger noch.Caroline Diksons Schicksal verlangte, daß auch die letzten Spuren einer vergangenen Existenz ausgelöscht wurden. Einer Existenz, die ihren Abschluß gefunden hatte mit peitschenden Schüssen und splitterndem Glas.Die schlanke, elegante Frau blieb stehen.