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András Keve - Der Eichelhäher [antikvár]
 
1. Einleitung Den Eichelhäher kennt jeder, wenn er auch unbeliebt ist. Lärmend und kreischend zieht er im Herbst in Flügen durch den Wald. Wenn die Häher etwas Verdächtiges erblicken, alarmieren sie den ganzen Wald. So werden manche schönen Jagdaussichten zunichte, wenn der ruhig ziehende Bock oder das Schwarzwild vom Häher erschreckt davonspringen. Im Frühling lebt der Eichelhäher heimlich. Selten ist er zu sehen, wenn man durch den Wald geht; doch die Spuren seiner Tätigkeit sind in ausgeplünderten Singvogelnestern...
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1. Einleitung Den Eichelhäher kennt jeder, wenn er auch unbeliebt ist. Lärmend und kreischend zieht er im Herbst in Flügen durch den Wald. Wenn die Häher etwas Verdächtiges erblicken, alarmieren sie den ganzen Wald. So werden manche schönen Jagdaussichten zunichte, wenn der ruhig ziehende Bock oder das Schwarzwild vom Häher erschreckt davonspringen. Im Frühling lebt der Eichelhäher heimlich. Selten ist er zu sehen, wenn man durch den Wald geht; doch die Spuren seiner Tätigkeit sind in ausgeplünderten Singvogelnestern erkennbar. So ist der Häher in allen Teilen seines Vorkommens noch heute vogelfrei; in vielen Ländern sind sogar Schußprämien für seine Füße ausgesetzt. Es lohnt sich dort, Häher zu schießen, denn auch die schönen blau-schwarz-weißen Flügelfedern sind , bevorzugter Hutschmuck. i Ist es aber in der Tat so arg mit dem Häher? Frißt er gar keine Schadinsekten? Kann er dem Förster nicht irgendwie nützlich sein? Die Antwort auf die letzte \ Frage gab Turcek (1954). In manchen Teilen der Slowakei versuchte man vergebens, den Wald anzupflanzen. Was den Förstern nicht gelang, vollbrachten die Häher mit den verschleppten Baumsamen. Die Frage der Hähernahrung gibt zur Ent- ; Wicklung der Art gute Anhaltspunkte, das wird jedoch erst später besprochen. t Kurz, es gibt an sich keinen schädlichen Vogel, es gibt nur wirtschaftlich ungün- [ stige Tätigkeit der Vögel (Turcek). Selbst der so verachtete Eichelhäher gehört ¦ wirtschaftlich, lebensgemeinschaftlich und ästhetisch zum Wald. Da der Häher zu gewissen Jahreszeiten leicht zu schießen ist, befinden sich in den j meisten Museen ganze Häherserien. Diese erlauben ein intensives taxonomisches !j Studium, wozu der Häher mit seinen vielen Formen und Variationen sehr geeignet • ist. Er ist also eine Art, die für sehr viele taxonomische Probleme als Musterbeispiel dienen kann und nur sehr selten dafür benutzt wird. .i Meine erste Studie über den Eichelhäher erschien im Jahre 1938. Inzwischen kam ' mehr Material zusammen, und damit kamen auch neue Probleme. So mag es mir er- ' laubt sein, einen Uberblick über den Vogel und seine Lebensäußerungen zu geben. 2. Die systematische Stellung des Eichelhähers Der Eichelhäher (Ganulus glandarius L.) gehört in die Familie der Rabenvögel (Corvidae). V a u r i e (1962) rechnet drei Arten zum Genus Garrüius, welches von ! B r i s s o n (1760) aus dem Genus Corvus herausgenommen wurde und bis zur letzten ' Zeit in drei Genera getrennt war: Garrulus Brisson (1760) Laletris Reichenow (1906) mit der Art L. lanceolatus (Vigors) 1831 aus dem Himalaja

Termékadatok

Cím: Der Eichelhäher [antikvár]
Szerző: András Keve Keve András
Kiadó: A. Ziemsen Verlag
Kötés: Varrott papírkötés
Méret: 150 mm x 210 mm
András Keve művei
Keve András művei
Bolti készlet  
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