Bővebb ismertető
Vorwort
Diese Sondernummer ist das Ergebnis des 5. Zukunftssymposions im RadioKulturhaus, welches vom ORF mit Beteiligung u. a. des IDM durchgeführt wurde. Das Thema dieser, vom 18. auf den 19. März durchgeführten, Tagung war: „Die Zukunft Mitteleuropas".
Gerhard Weis, damals Hörfunkintendant, heute Generalintendant des ORF, gebrauchte folgende Worte, um die Veranstaltung ein- und zu den Ausführungen des ersten Redners, des Bundespräsidenten, überzuleiten:
„Die Zukunftssymposien gehen von einer klaren Zielsetzung aus. Sie sollen nicht das jeweilige Thema aus der Geschichte heraus analysieren und einen Status quo beschreiben, sondern ganz im Gegenteil, von diesem Status quo ausgehend, das Nachdenken in die Zukunft richten. Konkret bedeutet das für unser heutiges Thema:
Was ist jetzt zu tun, um die künftige Landkarte Europas anders zu sehen? Was bedeutet das für Österreich und seine Nachbarn in Ostmitteleuropa? Was bedeutet das für Politik und Wirtschaft, für Wissenschaft, Bildung und Kultur? Was bedeutet das für die betroffenen Länder und ihre Regionen?
Solche Nachdenkprozesse zu initiieren - auch das verstehen wir unter öffentlich- rechtlichem Auftrag."
Und so verstehen wir auch den Zweck dieser Sondernummer des „Donauraums", weshalb wir uns entschlossen haben, einen Großteil der bei dieser Tagung gehaltenen Beiträge in ihrer Gesamtlänge zu veröffentlichen. Dankenswerterweise hatte es bereits der KURIER übernommen, Auszüge der am 18. und 19. März gehaltenen Vorträge zu veröffentlichen; den Lesern des „Donauraums" wollten wir jedoch den ganzen Text zur Verfügung stellen. Unter dem Druck der üblichen redaktionellen Zwänge haben wir zwar nicht alle Referate berücksichtigen können - die verbliebenen Texte geben m. E. jedoch Aufschluß über das breite Spektrum der in dieser Konferenz vorgetragenen Meinungen. Diese stimmen natürlich nicht notwendiger Weise mit den Ansichten des IDM überein.
Alles in allem tragen die hier zusammengetragenen, lediglich der Lesbarkeit halber gestrafften Texte auf eindrucksvolle Weise dazu bei, die Komplexität der „Mitteleuropäischen Frage", die zu beantworten nunmal die Suche nach unserer eigenen Identität voraussetzt, zu beleuchten. Die Gedanken zur Zukunft Mitteleuropas sind jedoch dem Wesen nach eine Diskussion um die Zukunft der Europäischen Union. Vielleicht ist diese Sondernummer daher auch als unser bescheidener Beitrag zu dem klassischen Fragenpaar „Woher komme ich? - Wohin gehe ich?" zu verstehen.
Erhard Busek