Bővebb ismertető
Vorwort zur ersten Hälfte des dritten Bandes.
1 )ie eisernen Brücken sind trotz des Aufschwunges, den der Bau der Stein-, Beton- und Eisenbetonbrücken in neuerer Zeit genommen hat, heute noch immer die wichtigsten, zahl- und formenreichsten und in ihren Einzelheiten am vollkommensten ausgebildeten Objekte des Brückenbaues. Ihre eingehendere Behandlung in den diese Disziplin umfassenden Vorträgen erscheint daher gerechtfertigt und geboten, wenn sie auch nur weit davon entfernt bleiben kann, vollständig und erschöpfend zu sein. Im übrigen waren auch bei Abfassung des in seiner ersten Hälfte vorliegenden dritten Bandes meiner Vorträge die gleichen Gesichtspunkte maßgebend, die in der Vorrede zum ersten Bande angeführt wurden.
Hiernach soll zunächst den Studierenden ein nicht allzu umfangreiches Lehrbuch an die Hand gegeben werden, das sie zu selbständigem Konstruieren anleitet, ihnen zur kritischen Beurteilung ausgeführter Bauwerke verhilft und auf Grund guter Ausführungsbeispiele die Grundsätze möglichst einwandfreier Konstruktionen vermittelt. Natürlich muß bei einer Einführung in den Eisenbrückenbau die Vertrautheit mit den Lehren der Baustatik und der Theorie der Brücken vorausgesetzt werden. Diese werden demnach in dem vorliegenden Werke auch nicht systematisch, sondern nur soweit als deren Resultate und ihre Anwendung in Betracht kommen, behandelt.
Für den modernen Eisenbrückenbau geben besondex's die Ausführungen in Deutschland zahlreiche mustergiltige und vorbildliche Beispiele, die man im vorliegenden Werke auch vielfach benutzt findet. Neben ihnen haben auch die neueren Brücken in Österreich, namentlich die vom k. k. Arbeitsministerium projektierten, manche gute Vorbilder geliefert. Ältere Konstruktionen wurden nur soweit kurz berührt, als es wünschenswert schien, durch Andeutungen über die geschichtliche Entwicklung des Baues der eisernen Brücken den Studierenden das Verständnis für den Fortschritt unseres technischen Wissens und Könnens zu vermitteln und ihren Sinn für die Wertschätzung der Leistungen unserer Vorgänger zu wecken.