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Nach zwanzig Jahren
Erstes Kapitel Die Gärtnergasse lag an der Grenze der großen Stadt. Sie führte ihren Namen mit Recht, denn sie wurde fast nur von Gärten gebildet, über deren mehr oder minder verwahrloste Zäune eben jetzt das frische Grün des frühsommerlichen Laubwuchses guckte. Auch Duft gab es gerade genug auf diesem stillen Wege, der sehr wenig frequentiert wurde.
Allmorgendlich fuhren die Gärtnersleute zu Markte, um so gegen die Mittagsstunde herum wieder mit leeren Wagen heimzukehren. Danach ward die Gasse wieder einsam.
Man sah nur wenige bescheidene Gärtnerhäuschen durch Baum und Busch lugen. Ein Haus aber sah man recht genau, denn es lag nur wenige Meter hinter der Straßenlinie und war stattlicher als seine Nachbarn.
Ein mit Sträuchern bepflanzter Vorgarten und ein hohes Gitter schlössen es gegen die Gasse zu ab.
Dahinter dehnte sich ein ziemlich großer Garten aus, der von einer weit mehr als mannshohen Mauer umgeben war.
Schon seit vielen Jahren gehörte das Gütchen einem wohlhabenden Privatmann. Er war schon recht alt und mußte wohl auch ein Sonderling sein, denn niemals verließ er seinen Besitz, niemals auch empfing er Besuch, und keiner seiner Nachbarn hatte jemals Briefträger an seiner Tür halten sehen oder sonstwie wahrgenommen, daß der alte Herr auch mit der Welt in Verbindung stehe.