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I.DAS DORT, RECHTS VON HOHENLOHE, DAS ist also die berühmte Madame Bizenko?" fragte Graf Czernin seinen Tischnachbar, den österreichischen Gesandten von Merey; der Graf war eben, am 20. Dezember 1917, von Wien nach Brest-Litowsk gekommen und nahm zum ersten Male an einem gemeinsamen Diner mit den Russen in der Stabsbaracke von Ober-Ost in der Zitadelle teil.Madame Bizenko," erwiderte Merey, die Primadonna der gegenwärtigen Weltpolitik, ist der einzige weibliche Schmuck unserer Tafel."Czernin ließ seinen Blick über diese seltsame Tafel wandern, welcher der etwas dem Kaiser Franz Joseph ähnliche Prinz Leopold von Bayern präsidierte: da saßen mit sonnengebräunten geschlossenen Gesichtern deutsche, österreichische, türkische, bulgarische und russische Offiziere und zwischen ihnen die blassen, bebrillten Juden wie kleine Fenster in einer großen Mauer, durch die eine fremde Welt hereinblickt. Dann waren die Diplomaten da, höflich vorgebeugt, mit Gesichtern, die weniger ihnen als ihren Familien zu gehören schienen, die so lässig sprachen, als teilten sie Karten aus. Ja und zwischen ihnen allen saß, das häßliche Gesicht von einem Vorhang des Kummers verschleiert, Madame Bizenko, die einzige Frau. Ein wenig schlicht für eine Primadonna," sagte Czernin leise, und scheinbar gar nicht ihrer einzigartigen Stellung in dieser Gesellschaft bewußt."