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Kapitel 1
Im nachhinein mußte Catherine Muir sich fragen, was
geschehen wäre, wenn sie sich einen anderen Tag für ihre Fahrt in die Stadt ausgesucht hätte. Ihr standen alle Wochentage zur Verfügung, und sie hatte sich für Dienstag entschieden, ausgerechnet für diesen Dienstag. Angenommen, sie hätte einen anderen Tag gewählt; angenommen, sie wäre eine Woche früher oder später oder gar nicht gefahren -was für einen Unterschied hätte das gemacht? Hätte sie Jim Sevem vielleicht unter anderen Umständen kennengelernt? Wäre alles dann genauso verlaufen? Oder wäre alles ganz anders gekommen -verheerend anders vielleicht? Erzeugten gewisse Leute, gewisse Ereignisse, gewisse Straftaten einen Strudel, in den man unvermeidlich hineingezogen wurde? Oder kam es nur auf die Wahl eines Tages oder Zuges an? Sie war sich dessen nie ganz sicher.
Sie nahm den Zug um 9 Uhr 45. Hätte sie einen anderen Zug genommen, wäre sie nicht Fenella Calde-cott über den Weg gelaufen, als sie die U-Bahn-Station Knightsbridge verließ.
»Catherine! Wann haben wir uns zuletzt gesehen? Ach ja - bei Celias Hochzeit! Was für eine hübsche Braut sie doch war! Zum Glück brauchten wir uns den Bräutigam nicht so genau anzusehen -das tut man nie bei einer Hochzeit; aber Celia muß ja mit ihm leben, und ich frage mich ernsthaft, wie sie es mit ihm aushalten kann. Jedenfalls hoffe ich, sie werden sehr glücklich. Eigenartig, wie manche Mädchen von der Bildfläche verschwinden, wenn sie heiraten. Übrigens, wie geht es Allegra? Sie gehört doch auch zu den Verschwundenen. Warum,