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Erstes Kapitel
Mein vorletzter Abend im Bogotá. Auf dem Podium drei Gitarrenspieler in weißen Hemden mit weiten Ärmeln, ein Tuch um den Hals, eine Frau singt ins Mikrofon, sie singt spanisch, ihr weinrotes Abendkleid ist tief ausgeschnitten; mit knappen, ruckartigen Bewegungen schwenkt sie die Hüften zum Takt der Musik.
Nichts Besonderes.
Ich bin mit lateinamerikanischen Geschäftspartnern hier, wir haben zu Abend gegessen, danach haben sie mich hierher eingeladen. Goicoechea ist zur Toilette gegangen, Rivas ist offensichtlich müde, ich rauche Zigarre und betrachte die Frau auf dem Podium.
Sie beendet das Lied, . amoor/, Beifall wird geklatscht, sie verbeugt sich, recht tief, damit man ihren Busen sehen kann. Ein großes, ein südamerikanisches Lächeln, strahlend breit, glänzendes Weiß im wogenden roten Rahmen, sie hat einen riesigen Mund. Eine schöne Frau. Sie verbeugt sich noch einmal, dann verläßt sie das Podium mit einer geschmeidigen, ein wenig geschraubten Bewegung, ihre Hand streicht träge über die Metallstange des Mikrofons, mit der anderen hebt sie die Schleppe des Abendkleides an, dann geht sie zwischen den Tischen hindurch, an einem sitzt, im Smoking und mit rotem Fez auf dem Kopf, ein sehr eleganter Araber, er trägt eine Brille, die Frau bleibt stehen und beugt sich mit der gleichen Gebärde der Selbstdarstellung über den Tisch, sie wechseln ein paar Worte, dann lacht die Frau ,auf, wendet sich ab und geht hinaus.
Goicoechea kommt zurück und setzt sich, er legt seine
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