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Vorwort
Der naturwissenschaftlich interessierte Leser ist einer ständig anschwellenden Flut von Informationen ausgesetzt. Er mag sich daher oftmals in der Rolle eines Richters fühlen, vor dem die verschiedenen Autoren wie streitende, rechterheischende Parteien erscheinen. Tragen diese ihren Fall nur mit genügender Gewandtheit vor, so wird er auch bald gewogen sein, einem jeden von ihnen recht zu geben. Doch dann erscheint der Rezensent auf der Bildfläche und wendet ein, daß unmöglich alle gleichermaßen recht haben können, zumal doch der eine das Gegenteil von dem behauptet, was der andere sagt - und dem Leser bleibt gar nichts anderes übrig, als auch dem Rezensenten recht zu geben.
Diese altbekannte - von uns etwas abgewandelte - Anekdote enthält eine Lehre: Es könnten in der Tat alle recht haben, würde nicht ein jeder darauf bestehen, allein recht zu haben.
Alles Geschehen in unserer "Welt gleicht einem großen Spiel, in dem von vornherein nichts als die Regeln festliegen. Ausschließlich diese sind objektiver Erkenntnis zugänglich. Das Spiel selber ist weder mit dem Satz seiner Regeln noch mit der Kette von Zufällen, die seinen Ablauf individuell gestalten, identisch. Es ist weder das eine noch das andere, weil es beides zugleich ist, und es hat unendlich viele Aspekte - so viele man eben in Form von Fragen hineinproji-ziert.
"Wir sehen das Spiel als das Naturphänomen, das in seiner Dichotomie von Zufall und Notwendigkeit allem Geschehen zugrunde liegt. Damit gehen wir in unserer Interpretation weit über das hinaus, was Huizinga ihm in seiner auf den Menschen zugeschnittenen Rolle zuerkennt. In der Anwendung auf die Kunst käme unsere "Verallgemeinerung des Spielbegriffs eher den Auffassungen Adornos
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