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1 Ipke, der Hochseefischer,
heiratet Angens, den Erzengeh
und hat sie satt,
eh der Schnee aul sie fällt
Es ist ein hoher Sommer im Land, die Schafe grasen im warmen Wind, in den Vorgärten leuchten Astern und Goldlack. Die Bienen summen, und so blau wie nie ist die Luft.
Es kann sein, dafj die Männer, die zur Kirche gehen, nicht großartig lachen, aber einen Halm ausrupfen, das werden sie wohl tun. Und die Frauen, die mit schwarzen Hüllen steif und dunkel durch die Sonne ziehen, seht, auch die Frauen haben einen festlichen Blick unterm Tuch. Und wenn es vor dem Portal, wo die Leute stehen und klönen, still wird, wandelt Angens heran, Angens, von der die Träumer träumen. Sie schreitet leise einher, und ihr Silberschmuck strahlt, heller aber strahlen ihre Augensterne aus der Tiefe. Sie lächelt verlegen und tritt in das kühle Dunkel des Portals.
Ja, und nun seht, wie die anderen Frauen hinterherstapfen. Sie sind hart im Maul und steif wie Holz. Seht ihre plumpen Schritte. Seht ihre dürren Schultern, ihre schaukelnden Hüften. Dann trappeln die Männer hinterher; wenn sie die Mützen abnehmen, sieht man über ihren gebräunten Gesichtern die blassen Fischerstirnen. Und die Orgel beginnt.
Was brauchen die Meeresbewohner eine Predigt? Ach, sie brauchen keine. Und brauchen sie etwa ein großartiges Orgelspiel? Nein, der Lehrer könnte seine blassen Finger getrost um einen Geranientopf falten. Aber was sie brauchen, mein Gott, das ist der Gesang der großen Choräle. Da summt und brummt die Gemeinde los. Da öffnen die