Bővebb ismertető
1/ Die Canyons
Die schönsten Kunstwerke aus Stein verdanken ihre Entstehung weder Kupfer- noch Stahlwerkzeugen, sondern Luft und Wasser, die ohne Hast, mit zarten Gesten unermüdlich an der Arbeit sind.
HENRY DAVID THOREAU / A WEEK ON THE CONCORD AND MERRIMACK RIVERS
Ein Blick auf die Karte zeigt, daß alle Straßen im Südosten von Utah auf das Land der Canyons zuführen, die meisten das Gebiet jedoch umgehen.
Hier hegt das fast 400 000 Quadratkilometer große Colorado Plateau -Mittelpunkt einer rauhen, hoch gelegenen, einsamen und phantastischen Landschaft. Beinahe so groß wie der amerikanische Bundesstaat Kalifornien, ist das Plateau eine menschenleere Wildnis und erstreckt sich um den Punkt, an dem die vier Staaten Colorado, Utah, New Mexico und Arizona aneinandergrenzen. Die einzigen nennenswerten Siedlungen befinden sich in seinen Außenbezirken, und selbst dort macht sich die Anwesenheit der Menschen nicht sonderlich bemerkbar - die größte Stadt ist Flagstaff in Arizona mit 38 000 Einwohnern. Abgesehen von einigen weiteren, relativ kleinen Stadtgebieten wie Farmington in New Mexico, Grand Junction in Colorado, Gallup in New Mexico und Durango in Colorado, ist das Plateau jedoch weitgehend unbesiedeh. Zwar wird es von Navajo-Schafhirten, Touristen und Prospektoren besucht, doch man kann ohne Übertreibung behaupten, daß ein großer Teil der Landschaft noch nie betreten wurde, nicht einmal von Indianern.
Dies gilt insbesondere für das Gebiet zwischen den San Juan Mountains im Osten, den Book CUffs im Norden, dem Aquarius Plateau im Westen und den Flüssen Colorado und San Juan im Süden. Amerikanische Physiogeographen nennen es die Canyon Lands. Ihr östlicher Teil liegt im Südwesten des Bundesstaats Colorado, der westliche im Südosten von Utah, und ein schmaler Streifen, der sich am Colorado entlangzieht, gehört zu Arizona.
„WahrscheinUch gibt es auf der ganzen Erde kein Gebiet, das so unfruchtbar ist", schrieb Professor J. S. Newberry vom Columbia College im Jahre 1860,