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ERSTER TEIL
Die Stadt, von der hier die Rede sein soll, ist längst vom Sand verweht, und schuld daran ist ein Ereignis, das vielen höchst rätselhaft vorkam.*
Alles begann mit einem Vorfall, der niemanden sonderlich | il
zu erregen schien - mit dem Verschwinden Bessas', des Besit- ^ I ^
zers einer Herberge, eines noch jungen Mannes, der jedoch t ,
schon seit lan^m das Dasein eines Eremiten führte. Zu jener ^
Zeit weilte keiner seiner Angehörigen, kein ihm nahestehender Mensch mehr unter den Lebenden, und der Diener entdeckte erst am nächsten Tag, daß sein Herr verschwunden war, als er bei ihm anklopfte, um eine heikle Angelegenheit zu klären.
An jenem unseligen Morgen war der Forschungsreisende Tarasi bei der Herberge angekommen und hatte mit müder, heiserer Stimme um ein Obdach gebeten. Als er, sich in seinem verblichenen Mantel verheddernd, vom Pferd stieg, sahen alle, daß am Sattel ein Käfig schaukelte, in dem reglos eine zusammengerollte Wüstenechse, ein Waran, lag.
Der Reisende, ein Mann in mittleren Jahren, erregte sofort das Mißfallen der Karawansereibewohner, denn seine ganze Erscheinung - sein Gang, die Art, sich auszudrücken - strahlte etwas Extravagantes, Unentschlossenes, ja sogar Leichtfertiges aus. Und dann noch dieser Waran . . . Zwar stellte sich heraus, daß er tot war und schon stark vertrocknet, so daß er niemandem Schaden zufügen konnte, doch die abergläubi-
* Die Debatten um den Ort dieser mittelalterlichen Stadt sind in der Welt der Wissenschaft bis auf den heutigen Tag nicht verstummt. Der Autor des Romans »Das Geheimnis der Schildkröte« schließt sich, wenn auch mit gewissen Vorbehalten, der Meinung von Doktor Tui-Kasakow an, der Grabungen irgendwo zwischen der Iii-Erhebung und der Aral-Senke für angebracht hält. (Anm. des Autors)