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7. Januar 1986 Sakkara, Ägypten Zwei Männer gruben im Schutz der Dunkelheit mit Schaufeln im Sand. Ihre einzige Lichtquelle in der Höhle war eine Laterne, die sie neben ihren Rucksäcken abgestellt hatten. Dieser Katakomben- und Gräberkomplex gut zwanzig Kilometer außerhalb von Kairo war eine einzige Schatztruhe, voll von Zeugnissen antiker Kunst und Architektur. Seit dreitausend Jahren diente Sakkara, die Stadt der Toten, als Grabstätte für Könige und gemeines Volk - Generationen von Archäologen hatten ihr Leben damit zugebracht, sie zu erkunden, und hatten noch immer nicht alle ihre Geheimnisse entdeckt. Dasselbe galt für Generationen von Grabräubern. Sir Rodney Davis, in den Ritterstand erhoben für die Entdeckung des Echnaton-Tempels mit seinen atemberaubenden Schätzen, spürte den vertrauten Sog der Erregung. Sie waren dicht vor dem Ziel. Er wusste es. Er konnte die brüchigen Papyri schon regelrecht fühlen. Das Buch der Namen. In Teilen oder vollständig, er wusste es nicht. Er wusste nur, dass es hier war. Es musste hier sein. Ihn überlief ein erwartungsvoller Schauer, wie an jenem Abend, als er auf dem Hügel Ketef Hinnom in Israel das Zepter König Salomos ausgegraben hatte. Es war aus Gold, mit einem aus Elfenbein geschnitzten daumenhohen Granatapfel an der Spitze, in den winzige