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Weihnachtsabend - Gegenwart
Er verspätete sich. Das Ticktack der kostbaren alten Standuhr rief ihnen stetig ins Bewusstsein, wie sehr er sich verspätete. Die Balcon-Schwestern waren es nicht gewohnt, dass man sie warten ließ. Eine nach der anderen von ihnen blickte ungeduldig auf ihre jeweiligen Armbanduhren - Cartier, Rolex, Patek Philippe -, und sie begannen sich allmählich zu fragen, ob der erwartete Besucher überhaupt noch auftauchen würde. Die vier jungen Frauen hatten allesamt Besseres zu tun, als hier herum- , ^
zusitzen und zu warten. Ihr Vater war tot, sie mussten sich um • j
die Beerdigung kümmern, und jede hatte ihr eigenes Leben, das / 'j V
auf sie wartete - ein turbulentes und glanzvolles Leben. ^lIL
Gate Balcon blickte starr durch die hohen französischen Fenster von Huntsford Castle und sah zu, wie allmählich die Schatten der Dämmerung in die düstere Bibliothek hereinwanderten und draußen auf den Fenstersimsen immer mehr Schnee liegen blieb. Dann sah sie zwei Scheinwerferkegel sich langsam die weite Kiesauffahrt heraufbewegen.
»Ich glaube, da kommt er.«
Kurze Zeit später ging die schwere Eichentür zur Bibliothek knarrend auf und David Loftus, ein hagerer, drahtiger Maim mit ein wenig zu eng stehenden Augen, trat ein.
»Mr Loftus.« Cate stand auf und schüttelte ihm zur Begrüßung die Hand. Diese fühlte sich kalt und trocken an und die gelben Fingerspitzen verrieten den Raucher. »Das ist David Loftus, er war mit Daddy befreundet«, erklärte sie ihren Schwestern. »Mr Loftus ist Schriftsteller. Erst kürzlich hierher gezogen, wie ich gehört habe. Bitte, David, nehmen Sie doch Platz.«
Ohne ihre Aufforderung weiter zu beachten, ging Loftus auf . .
das imposante Kaminfeuer zu und rieb sich dabei die Hände. ^itlfcl^
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