Bővebb ismertető
Das strahlende WeltallBis in die 50er Jahre war die einzige Informationsquelle über ein Objekt im All das Licht, das es ausstrahlte. Die Astronomen von heute untersuchen nicht nur das Licht, sondern praktisch jede Art von Strahlung, die ein Himmelskörper aussendet - von Röntgenstrahlen bis hin zu Radiowellen.Jedes Objekt im Weltall, dessen Temperatur über dem absoluten Nullpunkt liegt, sendet elektromagnetische Energie aus, die aus periodisch wechselnden elektrischen und magnetischen Feldern besteht; die Periodizität wird im allgemeinen durch die Wellenlänge ausgedrückt. Heiße Quellen strahlen mit kürzeren Wellenlängen als kältere. Dunkle kalte Gaswolken senden zum Beispiel Radiosignale mit Wellenlängen von über zehn Zentimetern aus, die vieltausendmal länger sind als die Wellenlängen des sichtbaren Sternlichts. Extrem heiße Gase, die von einem explodierenden Stern ins All geschleudert werden, setzen Röntgenstrahlung frei, deren Wellenlänge vielleicht nur einen Millionstel Zentimeter beträgt. Da viele Himmelskörper an manchen Stellen kühler sind als an anderen, gehören ihre Emissionen nicht alle zum gleichen Typ (links).Das Sammeln und Auswerten dieser elektromagnetischen Informationen ist in hohem Maße von Computern abhängig. Weltweit ist in den Großobservatorien die Himmelsfotografie, die lange Zeit eine der Haupttätigkeiten der Astronomen war, von einer neuen Aufnahmetechnik verdrängt worden. Die Strahlung wird auf einen elektronischen Detektor gelenkt, der ein digitales Bild erzeugt, das sich auf einem Computermonitor darstellen oder zur späteren Verwendung auf Magnetbändern oder -platten abspeichern läßt. Computer können die Daten auf verschiedenste Weise verarbeiten. Am imposantesten ist vielleicht die Falschfarbenverarbeitung, ein Verfahren, das die Einfärbung von Bildern ermöglicht. Die Farben erleichtern es den Astronomen, bestimmte Muster in der aufgefangenen Strahlung zu erkennen - oder erzeugen wie in der Abbildung links ein kombiniertes Bild aus einem weiten Bereich von sehr langen bis zu sehr kurzen Wellenlängen.