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Ins Labyrinth geboren Aus der Tiefe von vier Jahrhunderten strahlt uns das Geburtsjahr des Jan Amos Komensky - Coménius, 1592, entgegen. Er wurde an der áuBersten Südostgrenze des tschechischen Staates geboren. Ein Mann, der mit seinem einzigartigen Werk die bisherige Kulturentwicklung seines Volkes krönen, ihre besten Früchte der Welt vermitteln, und der Menschheit zugleich das so notwendige Vertrauen in die Zukunft geben sollte. Aber für die Menschen, die damals das Land inmitten Europas bewohnten, gewann diese Jahr eine ganz andere Bedeutung. Sie ahnten das Nahen einer groBen Wandlung und auch das, daB diese nur wenig Gutes bringen würde. Die sich damals durch ganz Európa verbreitenden und den Untergang der sündigen Welt im Jubiláumsjahr 1600 verkündenden grauenvollen Prophezeiungen waren in der Tat fast schon zuviel. Die Tschechen, und ganz besonders die Einwohner der Residenzstadt Prag, hatten schon vorher ernsthafte Gründe für völlig reale Befürchtungen. Vom Westen her kamen Nachrichten über den Bürgerkrieg in Frankreich, die schon seit der Bartholomáusnacht 1572 die Menschen mit Schrecken erfüllten und ahnen lieBen, daB es auch in dem religiös geteilten Prag zu áhnlichem Massenmorden kommen könnte. Im Osten drohte ein groBer Kriegskonflikt mit dem Osmanischen Reich auszubrechen, ein weiterer Akt des Kampfes um Ungarn, dem schon mehrere Generationen von Tschechen eine schwere Geld- und Blutsteuer zollen muBten. Vor allém jedoch wuchs im tschechischen Staat selbst der innere Konflikt zwischen dem Herrscher und der Stándeopposition zwischen Katholiken und Protestanten, der herrschenden Minderheit und der zunehmend unzufriedeneren Mehrheit der Bevölkerung. Spannung und Unsicherheit waren gerade im Jahre 1592, da in Prag die prunkvollen Begrábnisfeierlichkeiten für den verstorbenen tschechischen „Vizekönig" und gröBten Landesmagnaten Vilém z Rozmberka (Wilhelm von Rosenberg, 1535 - 1592) stattfanden gewachsen. Die kámpferischen Vertreter des unversöhnlichen Katholizismus, die Jesuiten, veranstalteten