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Er stand an der hinteren Einfahrt des Schlachthofes, die Hände in die Taschen geschoben, den Magen vor Verlangen schmerzhaft zusammengekrampft. Männer in weißen Kitteln und Basebailmützen pfiffen und riefen, während sie zwischen den hängenden, ausgeweideten Rümpfen hin- und hergingen. Er konnte seinen Vater nirgendwo sehen, trotzdem wagte er sich nicht hinein. Er kannte den süßHchen, Übelkeit erregenden Geruch dieses Ortes, und er hatte noch nicht gefrühstückt. Die erste Zigarette des Tages hatte er auch noch nicht geraucht. Dann waren Gerüche immer weitaus intensiver. Ab und zu hallte das Glasdach vom Knall der Schlachtmaske wider. Weiter weg brüllten Tiere in der Schlange, als wüßten sie Bescheid.
Er sah den Prediger, der mit seinem Glas wartend dastand. Es war das Rezept des örtlichen Arztes für jeden Anämiker mit starkem Magen. Der Prediger war lang und dünn, mit dem Adamsapfel eines Geiers und einer Haut, die, wenn das überhaupt möghch war, in dem von den weißen Kacheln reflektierten Licht noch bleicher aussah. Er radelte auf seinem Brotkarren von einem Fahrrad über Land, eine kleine Leiter an die Rahmenstange geschnallt und in der Satteltasche ein Durcheinander von Werkzeugen, und nagelte aus den Deckeln von Konservendosen gefertigte Traktate an Bäume und Telegrafenmasten. >Der Sold der Sünde ist der Tod. Römer 8,5< stand auf einem Ahornbaum an