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EINLEITUNGIDAS BILDNIS GIUSEPPE VERDISA.chtundachtzig Jahre währt Verdis Leben. Fast sechzig davon stehen im Strahl eines schnell wachsenden und unwandelbar blühenden Ruhms. Es ist der große ruhige Weltruhm, der nie gemacht ist und nur im wirklichen Sieg errungen wird und es ist zugleich jener andre erregte Ruhm, den allein eine unterdrückte Nation im Augenblick ihrer Erhebung, ihres Sichbesinnens, ihres Risorgimento" verleiht. Sie verleiht ihn immer nur dem Menschen, in dem sie die Inkarnation ihres augenblicklichen Selbst spürt. So ist denn auch die Qualität eines solchen Ruhms weniger rein als die des sachlichen Weltruhms, denn die kollektive Eitelkeit spielt mit, der Prestigedurst und die alberne Selbstbespiegelung der Massen. Das Werk selbst rückt in den Hintergrund. Was an kräftiger Phrase und schlagendem Zitat daraus zu gewinnen ist, wird hervorgeholt und vor allem muß die private Person herhalten. Sie wird zu jeder Stunde vor den Vorhang gezerrt, um dem allgemeinen Selbstgefühl die Ehre zu geben. Während Italien den Rausch seines Erwachens erlebte, war Verdi die Inkarnation der Volksseele, ihr Ausdruck und in gewissem Sinn ihr Opfer. Der Komponist Adolphe Adam erzählt von dem frenetischen Kult, der damals mit dem Namen des Meisters in Rom,